Stolz auf Holz: Weltweit wird heute der internationale Tag des Waldes begangen

Ulme wurde zum Baum des Jahres 2006 gekürt Tag, um auf Bedeutung der Wälder hinzuweisen

Heute wird der "Internationale Tag des Waldes" begangen, ein von der FAO (Organisation für Ernährung und Entwicklung der UNO) ins Leben gerufener Aktionstag, der den Menschen die Bedeutung dieses Ökosystems ins Bewusstsein rufen soll. Österreich zählt zu den waldreichsten Ländern Europas, sind doch rund 47 Prozent der Fläche mit Wald bedeckt.

Im Gegensatz zu anderen Ländern, in denen die Dichte der Forste abnimmt, wachsen unsere Wälder jährlich um rund 5.100 Kubikmeter - dies entspricht einer Fläche von rund 10.200 Fußballfeldern, so die Land&Forst Betriebe Österreich. Mit 325 Kubikmeter Holzvorrat pro Hektar liegt Österreich an der Spitze der EU. Für nachhaltige Wirtschaft sorgen zu einem großen Teil private Besitzer. Etwa 200.000 Familien bewirtschaften verschieden große Flächen und tragen zur Sicherung der Holzvorrates bei.

Die ökonomische Bedeutung der Wälder ist groß: Etwa 250.000 Menschen beziehen ihr Einkommen aus der Forst- und Landwirtschaft. Forstbetriebe, Papier- und Plattenerzeuger sowie Tischler und Zimmerleute sind auf die Wälder angewiesen.

Mit einer kontinuierlichen Pflege der heimischen Wälder werde Tieren und Pflanzen Lebensraum geboten, so Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich. Außerdem hätte der Wald in Teilen Österreichs eine besonders wichtige Aufgabe: der Schutz vor Muren und Lawinen.

Der Titel "Baum des Jahres 2006" wurde heuer der Ulme verliehen. Die Gattung umfasst rund 20 Arten, davon sind in Österreich hauptsächlich drei heimisch - die Berg-, Feld- und die Flatterulme. Früher wurden vor allem stark beanspruchte Gegestände wie Waffen, Räder oder Glockenstühle aus Ulmenholz gefertigt. Heute ist das Holz beliebt für den Innenausbau - Parkett, Treppen, Wand- und Deckenverkleidungen. (apa/red)