Stockerl knapp verfehlt: Linger & Linger bei Rodel-Auftakt auf "blechernem" 4. Platz

Österreicher erhofften sich auf Olympiakurs mehr

Österreichs Doppelsitzer-Gespanne haben zum Weltcup-Auftakt der Rennrodler auf der Olympia-Kunstbahn von Cesana den angepeilten Stockerlplatz knapp verpasst. Die Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger mussten sich mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben, knapp vor den nach den Trainingsergebnissen höher eingestuften Cousins Tobias und Markus Schiegl.

Der Sieg ging an die Südtiroler Christian Oberstolz/Patric Gruber vor den Deutschen Patric Leitner/Alexander Resch (0,020 Sek. Rückstand) und Gerhard Plankensteiner/Oswald Haselrieder (ITA/+0,156). Linger/Linger verpassten den dritten Platz um läppische 0,025 Sekunden und waren dementsprechend enttäuscht. "Wir sind bei weitem noch nicht in Hochform, können uns in den nächsten Rennen auf alle Fälle noch steigern", bilanzierte Andreas Linger.

Enttäuscht kommentierte auch Tobias Schiegl nach dem Rennen die nicht optimalen Läufe: "Wir hätten nur so rodeln müssen wie im Training, dann wäre alles möglich gewesen. So wie wir heute im ersten Lauf gefahren sind, gewinnst du keinen Blumentopf." Das dritte österreichische Duo, Peter Penz und Georg Fischler, mussten nach einem verpatzten ersten Lauf mit dem 13. Platz vorlieb nehmen.

Bei den Damen nichts Neues: die deutschen Rodlerinnen dominieren wie eh und je. Die Olympia-Zweite Silke Kraushaar-Pielach feiert den 65. Weltcupsieg in Folge für das deutsche Team, setzte sich mit 0,021 Sek. Vorsprung auf ihre Mannschaftskollegin Anke Wischnewski und 0,147 auf Tatjana Hüfner durch. Vierte wurde Olympiasiegerin Sylke Otto, ebenfalls aus Deutschland. Österreichs einzige Starterin Veronika Halder erfüllte die Erwartungen mit Rang sechs. (APA)