"Stimmt nicht, dass ich in Salzburg ein Fest gefeiert habe": Netrebko im NEWS-Interview

Opern-Diva wehrt sich gegen Attacken nach Absage "Es schmerzt mich, das Publikum zu enttäuschen"

Anna Netrebko, die wegen einer Kehlkopfentzündung ihre Teilnahme an zwei Konzerten der Salzburger Festspiele absagen musste und von der Festspielführung hart attackiert wurde, wehrt sich in einem NEWS-Interview

Netrebko: "Ich musste wegen einer akuten Laryngitis auf Empfehlung des Arztes absagen. Es schmerzt mich besonders, das Publikum in Salzburg enttäuschen zu müssen. Ich verdanke den Festspielen und der Liebe des Publikums viel und bin für die österreichische Staatsbürgerschaft aus ganzem Herzen dankbar. Niemals würde ich leichtfertig und ohne Grund absagen, am allerwenigsten in Salzburg. (...) Aber kein verantwortungsvoller Sänger wird mit einer solchen Erkrankung auf die Bühne gehen. Es gibt in der Operngeschichte zu viele Beispiele, welche Folgen das haben kann. Ich habe mich schon in Baden-Baden nicht ganz wohl gefühlt, und es stimmt auch nicht, dass ich in Salzburg ein Fest gefeiert habe, wie berichtet wurde, denn ich war gar nicht dort. Ich möchte jedenfalls in Salzburg singen, solange man will, dass ich singe."

Salzburg bezeichnet sie als Glücksort: "Ich war immer sehr glücklich in Salzburg - das Publikum ist ganz speziell. Es gibt zwar viele Touristen, aber auch viele Fans, Kenner und leidenschaftliche Musikliebhaber. Und ich liebe es, dass ich mit dem Fahrrad in der Stadt fahren kann. Es gibt hier besondere Plätze, Restaurants, Kaffeehäuser, die ich mag. Natürlich wird es manchmal während der Festspielzeit sehr hektisch. Manchmal ist es aufwendig, die Aufmerksamkeit der Presse und der Öffentlichkeit zu handhaben, wenn ich mich auf die Vorstellungen konzentrieren muss. Aber im Grunde bin ich sehr gern dort."

Die für das nächste Jahr vorgesehene Premiere von Gounods "Roméo et Juliette" (Regie: Bartlett Sher, Dirigent: Placido Domingo) ist für sie unstrittig, sie bestätigt auch weitere Pläne für Salzburg: "Ich bin schon jetzt begeistert vom neuen "Roméo". Weitere Pläne sind in Diskussion. Ich kann im Moment nichts dazu sagen."

Mit dem designierten Management der Wiener Staatsoper bestünden schon Kontakte für eine möglichst enge Zusammenarbeit: " Ich hoffe, so oft wie möglich an die Staatsoper zurückzukehren. Und ich freue mich sehr, mit diesem fantastischen neuen Team zusammenzuarbeiten, obwohl ich Herrn Holender vermissen werde. Mein Management trifft jetzt Herrn Meyer, also hoffe ich, dass wir bald neue und interessante Projekte haben werden."

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