Promi-Mamas von

Olivia Wilde, Gwen Stefani und Co.:
Stillt eure Babys!

Debatte um "Brustgeben" im prüden Amerika entflammt. Promi-Mamas protestieren

Babys in der Öffentlichkeit zu stillen, ist im prüden Amerika weitgehend verpönt. Dank eines Magazin-Covers ist um das Milchgeben eine regelrechte Debatte entfacht. Nun solidarisieren sich Mütter in aller Welt und posten Fotos von sich und ihren Kindern bei der natürlichsten Sache der Welt. Auch prominente Mütter ziehen mit: Allen voran Olivia Wilde und Gwen Stefani, die mit ihren intimen Momentaufnahmen beweisen: Stillen ist in!

In Amerika ist eine Debatte über das öffentliche Stillen entfacht. Auslöser war das Titelbild des "Time Magazine", das ein Bild einer Mutter zeigt, die ihrem fast vierjährigen Sohn die Brust gibt. Daneben steht: "Sind sie mütterlich genug?"

Time Magazine
© Time Magazine Dieses Time Magazine-Cover entfachte die Gemüter

Stillen in Amerika verpönt

Ein sehr provokanter Titel – vor allem wen man bedenkt, dass im prüden Amerika das "Milchgeben" in der Öffentlichkeit generell von vielen als Ärgernis und von einer Minderheit sogar als Exhibitionismus gesehen wird. In Detroit wurde eine stillende Mutter beispielsweise von empörten Mitreisenden aus dem Bus gejagt. Mit der Aktion #worldbreastfeedingweek will die Initiative "Weltallianz fürs Stillen" nun nicht unbedingt die so genannte "berührungsorientierten Elternschaft", wie sie auf dem Time-Cover zu sehen ist, propagieren. Es geht darum, das Stillen als ganz natürliche Sache zu fördern.

Olivia Wilde als Botschafterin den Stillen-Initiative

Olivia Wilde am Glamour-Cover
© Glamour Wilde am Glamour-Cover

Hunderte Frauen haben sich bereits beim Brustgeben fotografiert und die Bilder online gestellt. Auch Promis ziehen mit: Allen voran die bildschöne Olivia Wilde, die in einer Fotostrecke für die amerikanische Glamour in einem schicken Roberto Cavalli Kleid und Prada-Heels mitten im Restaurant ihr nacktes Baby stillt. Für Olivia ein vollkommen natürliches Gefühl: "Mit Otis fotografiert zu werden ist so perfekt, weil jedes andere Porträt von mir ohne meine Identität als Mutter momentan nicht komplett wäre."

Schwangere Olivia Wilde und Jason Sudeikis
© Pascal Le Segretain/Getty Images Wilde als werdende Mama mit ihrem Ehemann Jason Sudeikis

Auch Alanis Morisette postete auf Facebook ein altes Foto von sich und ihrem Sohn, der mittlerweile schon drei Jahre alt ist.

Und Gwen Stefani postete vor Wochen ein sehr idyllisches Bild, auf die Sängerin beim Stillen ihres Babys Apollo vor einer Bergkulisse zu sehen ist. Dem nicht genug, ließ sie sich kürzlich auch in einem Restaurant ablichten, während ihr Mann Gavin Rossdale und einige Freunde des Paares ihr Essen genossen.

Das Model Julia Stegner schließt sich dem Trend ebenfalls an und teilte einen intimen Moment mit ihren Fans. Zusammen mit ihrem Mann Benny Horne hat die 29-Jährige im Mai ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Zum Foto schrieb sie: "Sehr dankbar das tun zu können #worldbreastfeedingweek".

Mehr Stars beim Stillen

Natürlich sind oben genannte Stars nicht die Vorreiter des Trends. Diverse Stars haben sich bereits beim Stillen fotografieren lassen und ihre Fans an diesem Moment teilhaben lassen. Hier kommen die schönsten Bilder.

Natalia Vodianova

Jaime King

Pink

Gisele Bündchen

Miranda Kerr

Salma Hayek

Kommentare

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Nur Tiere säugen ihre Nachkommen in der Öffentlichkeit, das hat nichts mit prüde, sondern mit Niveau und Intelligenz zu tun.

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Jawohl, höchst intelligent und niveauvoll. Ein Volk, dems gefällt, wenn Knarren in Kinderzimmern rumstehen, aber das es eklig findet, wenn Kinder gestillt werden.

Soviel kognitive Dissonanz im Moralischen finden's sonst wohl nirgends. Wenns nach mir ginge stünden die schon längst unter Quarantäne bis sicher ist, dass das nicht ansteckend ist.

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@higgs70wäre wie viel Ahnung haben sie vom Stillen und Babys?? Stillen ist ein intimer Vorgang, bei dem auch das Baby seine Ruhe benötigt. Abgesehen davon ist das zur Schaustellen des Busens in aller Öffentlichkeit entbehrlich und wird noch dazu von ganz wenig Menschen als natürlich oder nett empfunden.

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Mein Kind wurde 6 Monate gestillt und dabei war es immer und überall möglich einen Platz zu finden, an dem das Baby die nötige Ruhe dabei findet und ich mich nicht wie eine Milchkuh zur Schau dabei stellen musste.

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Natürlich ist das so, da habens schon recht. Aber darum gings mir nicht. Mein Punkt war mehr der kollektive Huscher einer Nation wo man über Folter und Kriege hinwegsieht und auch über Kinderleichen, damit man seine Knarre behalten kann, aber wo gleichzeitig Stillen exhibitionistisch und unmoralisch ist, wo Unterwäsche mancherorts nach Geschlecht getrennt aufgehängt wird, wo man Warnpickerln vor der Evolutionstheorie auf Schulbüchern anbringt, wo Nacktheit von Kleinkinder moralisch erregt, wo also die protestantische Ethik in Reinkultur durchschlägt, noch mit den archaischen religiösen Anhängseln hinten dran und der Moralinsäure als Staatsreligion.

Und da hoffe ich doch, dass das nicht wie vieles andere auch noch zu uns durchsickert. Manche mögens's Antiamerikanismus nennen, ich nenns Trottelabwehr.

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In den angeführten Punkten teile ich ihre Meinung ganz und gar. Obwohl ich dieses Land liebe kann ich vieles darin nicht nachvollziehen, allerdings geht mir das mit Österreich genauso. Nur zum Thema stillen kann ich dem Öffentlichkeitswahn einfach null abgewinnen, egal welche Nation nun dafür oder dagegen ist.

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