Menschen von

Revenge Body

Stilfragen: Ela Angerer über den Begriff des Sommers 2015

Ela Angerer © Bild: News

Ein Freund von mir hat vier- bis fünfmal pro Woche im Fitnesscenter trainiert. Der Dank war ein Körper, mit dem er in jeder Gay Community zu den begehrtesten Jungs zählte. Richtig, mein Freund ist schwul. Doch das tut nichts zur Sache. Ich habe auch Hetero-Freunde, die mehrmals die Woche an ihrem Sixpack arbeiten. Gestern sagte mein Freund plötzlich: „Ich habe aufgehört, zu trainieren. Wenn ich meine gesamte Freizeit an Geräten verbringe, bleibt keine Zeit mehr, zu lesen, und da verblöde ich mir selbst unter der Hand.“

Klingt irgendwie logisch: Wer nach Büroschluss so viele Klimmzüge macht, hat keine Kraft mehr, „Krieg und Frieden“ zu lesen. Gegenüber einem Top-Body beim Abendessen zu sitzen, das ist ja auch der Traum von uns Frauen. Leider hat so ein Top-Body dann eben wenig zu sagen. Man muss sich also zwischen Kopf und Körper entscheiden¬– es sei denn, man heißt Sylvie Meis. Fußballer Rafael van der Vaart, Sylvies Exmann, hatte die Moderatorin in einer Silvesternacht zugunsten ihrer besten Freundin verlassen. Sylvie hat daraufhin noch mehr trainiert. Mit dem Ergebnis: Ihr Ex befindet sich beruflich auf dem absteigenden Ast, und ihre beste Exfreundin wurde immer dicker. Heute sind die beiden schon wieder getrennt, während Sylvie besser aussieht denn je.

Ja, Rache ist süß. Womit wir beim Begriff des Sommers, dem „Revenge Body“, wären. Reality-Soap-Star Khloé Kardashian, die pummeligste der vier Kardashian-Schwestern, hat ihren neuen Körper so genannt. Sie ist mit einem Basketballer verheiratet, der öfter mal nach links und nach rechts schaute. Jetzt hat sie ihn verlassen und zum Vergeltungsschlag ausgeholt: Sie hat 17¬Kilo abgenommen und ziert mit ihrem neuen Superbody die Titelseite eines US-Modemagazins. Ihr Mann soll sie schon vor dem Fitnesscenter abgefangen und angeschrien haben. Kann es eine bessere Revanche geben?

Was meinen Sie? Schreiben Sie mir bitte: angerer.ela@news.at

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