Stiefkind Bildungsbudget: Ausgaben am Anteil des BIP erreichen '07/'08 Tiefpunkt!

Bewegungen immer nur im Zehntel-Prozent-Bereich

Stiefkind Bildungsbudget: In den vergangenen Jahren hat praktisch jede Regierung einen Bildungs-Schwerpunkt angekündigt - auch die neue große Koalition bildet keine Ausnahme. Ein Blick auf die Ausgaben für Erziehung und Unterricht in den den vergangenen zehn Jahren zeigt aber, dass sich nicht allzu viel getan hat. Zwar sind die nominellen Ausgaben tatsächlich gestiegen. Der Anteil der Bildungsausgaben am BIP ist aber seit zehn Jahren rückläufig und wird 2007 und 2008 einen Tiefpunkt erreichen.

Betrachtet man den Anteil der Bildungsausgaben an den Gesamtausgaben im Budget, schwankt dieser seit zehn Jahren praktisch nur im Zehntel-Prozent-Bereich - 2007 und 2008 ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

1998 wurden noch 2,72 Prozent des BIP für Erziehung und Unterricht ausgegeben, 2000 im ersten Jahr der schwarz-blauen Regierung waren es dann 2,64 Prozent. Im Jahr 2004 wurden nur mehr 2,45 Prozent des BIP für den Bereich aufgewendet, 2005 2,48 Prozent und 2006 2,45 Prozent. Im Jahr 2007 werden es laut dem Budgetentwurf 2,43 Prozent und 2008 sogar nur mehr 2,37 Prozent des BIP sein.

Etwas stärker sind die Schwankungen beim Anteil der Bildungsausgaben an den Gesamt-Budgetausgaben. Im letzten Jahr der "alten" großen Koalition (1999) lag dieser bei 9,54 Prozent, im ersten Jahr schwarz-blau dann praktisch unverändert bei 9,52 Prozent. Anschließend ging es - mit Ausnahme des Jahres 2003 - bergab, 2006 wurden 8,92 Prozent des Gesamtbudgets für Erziehung und Unterricht ausgegeben. 2007 gibt es nun wieder einen Anstieg auf 9,36 Prozent, 2008 auf 9,45 Prozent - womit man fast wieder auf dem Niveau von 1999 und 2000 liegt. (apa/red)