Stichwort Arcelor-Mittal

330.000 Mitarbeiter für den neuen Stahlgiganten

Arcelor-Mittal ist die unumstrittene Nummer Eins der Stahlbranche. Der Konzern hat nach eigenen Angaben vom Montag eine Produktionskapazität von 120 Mio. Tonnen, einen Umsatz von 57 Mrd. Euro und einen Marktwert von knapp 37 Mrd. Euro. Das gemeinsame Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegt bei 10,6 Mrd. Euro. Etwa 330.000 Menschen arbeiten rund um den Globus für den neuen luxemburgischen Weltkonzern, darunter mehrere Tausend in Deutschland.

Der neue Konzern ist mehr als doppelt so groß wie die Nummer Zwei, Nippon Steel. Der japanische Stahlproduzent mit 15.000 Beschäftigten wies für 2005 einen Umsatz von 25 Mrd. Euro und eine Produktion von 33 Mio. Tonnen aus.

Mittal und Arcelor hatten sich bisher stets darum gestritten, wer der größte sei. Arcelor lag mit Lieferungen von 42,5 Mio. Tonnen und etwa 110.000 Beschäftigten in 60 Ländern zwar hinter Mittal Steel mit 49,2 Mio. Tonnen zurück. Arcelor machte aber mit 32,6 Mrd. Euro deutlich mehr Umsatz als Mittal (22,4 Mrd.) und lag auch mit einem Gewinn von 3,8 Mrd. Euro besser als Mittal (2,7 Mrd. Euro). Mittal beschäftigt rund 224.000 Menschen in 16 Staaten.

Mittal Steel ist vor allem in Osteuropa und Nordamerika stark. Arcelors Stärken liegen in Westeuropa und Südamerika, vor allem in Brasilien. Mittal beziffert die Synergieeffekte durch den Zusammenschluss auf 1,3 Mrd. Euro, vor allem durch stärkere Marktmacht als Rohstoffkunde und als Händler.
(apa)