Stichwahl in Innsbruck von

Duell um den Bürgermeistersessel

Oppitz-Plörer und VP-Herausforderer Platzgummer nur hauchdünn auseinander

Stichwahl in Innsbruck - Duell um den Bürgermeistersessel © Bild: APA/Parigger

Bei zum Teil heftigem Föhnsturm sind die Innsbruckerinnen und Innsbrucker heute zur Stichwahl um das Bürgermeisteramt in der Tiroler Landeshauptstadt gerufen, das zum ersten Mal direkt gewählt wurde. Nach einem hart geführten Wahlkampf zwischen den beiden "bürgerlichen" Kandidaten wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet.

Im 1. Durchgang vor 14 Tagen lag Amtsinhaberin Christine Oppitz-Plörer von der VP-Abspaltung "Für Innsbruck" mit 31,3 Prozent vor ihrem Herausforderer, VP-Kandidat Christoph Platzgummer, der auf 28 Prozent gekommen war. Oppitz-Plörer wählte zu Mittag im Stadtteil Sieglanger, begleitet von ihrem Sohn. Platzgummer und seine Frau gaben in Hötting ihre Stimme ab.

Oppitz-Plörer: "Platzgummer nur Statthalter"
Für Aufsehen sorgte in der Stichwahl-Auseinandersetzung eine Pressekonferenz Oppitz-Plörers, in der sie ihrem Kontrahenten vorwarf, im Falle seiner Wahl nur ein "Statthalter" von Landeshauptmann Platter zu sein. Platter hatte Platzgummer nach dessen Ausscheiden aus der Kommunalpolitik für "Zukunftsfragen" ins Landhaus geholt. Beide Kandidaten kündigten an, im Falle eines Scheiterns in der Kommunalpolitik bleiben zu wollen. Erste Parteiengespräche gab es bereits.

Mitentscheidend könnte neuerlich die Wahlbeteiligung sein, die Mitte April mit 52,3 Prozent auf den niedrigsten Wert seit 1945 gefallen war. Bei der Stichwahl gibt es keine Hochrechnung. Die ersten Trends dürften gegen 17.30 Uhr einlangen. Das vorläufige Endergebnis des erwarteten Kopf-an-Kopf-Rennens dürfte spätestens gegen 19.00 Uhr feststehen.