"Steyr Motors" kehrt in Heimatstadt zurück

Die Motorenproduktion von "Magna Steyr Engineering Center Steyr" kehrt als unabhängiges Unternehmen "Steyr Motors GmbH" nach 13 Jahren in St. Valentin in Niederösterreich wieder in ihre Heimatstadt zurück. In Steyr in Oberösterreich wurde von den neuen Eigentümern zu diesem Zweck ein Entwicklungs- und Produktionsgebäude gebaut. Die Eröffnung erfolgte am Freitag in Steyr.

1990 übersiedelte "Steyr Daimler Puch" aus Platzgründen nach St. Valentin in Niederösterreich. Sieben Jahre später wurde sie von Magna Steyr übernommen. Als 2001 die Konzernleitung beschloss, die Motorenproduktion aufzulösen, um die Konzentration voll auf das Engineering sowie die Auftragsfertigung zu legen, "schlug die Geburtsstunde von Steyr Motors", hieß es in der Aussendung. Die Investorengruppe rund um den früheren Verkehrsminister und Generaldirektor der "Steyr Daimler Puch Werke", Rudolf Streicher sowie dem Chef der Motorensparte von Magna Steyr, Rudolf Mandorfer gründete als Ergebnis eines Management Buy-Out die "Steyr Motors GmbH".

Seitdem wurde nach einem geeigneten Standort für das Jungunternehmen gesucht und in Steyr gefunden. Das dortige neue Entwicklungs- und Produktionsgebäude umfasst 2.800 Quadratmeter Produktionsfläche, die Büros sind auf weiteren 1.350 Quadratmetern untergebracht.

Die Steyr Motors GmbH umfasst die Produktion und den Vertrieb des "Steyr M1-Motors", eines schnell laufenden Dieselmotors mit Hochdruck
-Direkteinspritzung. Die Produktion der weltweit vertriebenen M1 Motoren lag - nach Werksangaben - im Jahr 2002 bei 770 Stück. Diese Zahl soll heuer "weit übertroffen werden", so das Unternehmen. Ziel sei eine Jahresproduktion von rund 1.600 Stück. Die M1-Motoren werden in Booten und Spezialfahrzeugen, etwa Baumaschinen, verwendet.
(apa)