Reformbedarf von

Steßl: "Die Regierung
muss jetzt handeln"

Die SPÖ-Finanzstaatssekretärin reagiert auf die große NEWS-Steuerumfrage

Finanz-Staatssekretärin Sonja Steßl. © Bild: NEWS/Ian Ehm

Sie ist die rote "Aufpasserin" im Finanzministerium. Kein leichter Job für die 33-jährige Newcomerin aus der Steiermark, steht sie doch dort dem Politfuchs ÖVP-Chef Michael Spindelegger und dessen Staatssekretär Jochen Danninger gegenüber.

Mit Hartnäckigkeit hat Steßl, seit einem halben Jahr im Amt, den Kampf gegen Steuerhinterziehung und "Steuerumgehung" aufgenommen. Und sie hat Details der SPÖ-Steuerreformpläne vorgelegt. Im Interview reagiert sie auf die große NEWS/meinungsraum.at-Steuerumfrage der Vorwoche: "Die Umfrage gibt uns Rückenwind. Es ist höchste Zeit.“

NEWS : Laut NEWS/meinungsraum.at-Umfrage halten 79 Prozent der ÖsterreicherInnen das Steuersystem für ungerecht, jeder Dritte ist für einen "Steuerstreik“. Das muss die Regierung doch alarmieren?
Steßl : Das tut es auch, und die Umfrage gibt uns Rückenwind. Ich setze mich seit Amtsantritt für eine Steuerreform ein. Rückenwind kommt auch aus der OECD-Studie, die für einen durchschnittlichen Single eine Abgaben- und Steuerlast von 49,1 Prozent ausweist. Und es ist alarmierend, dass wir erstmals mehr Einnahmen aus Lohn- als aus Umsatzsteuern haben. Das heißt, dass der Konsum eingebrochen ist.

NEWS : Die Menschen klagen schon lange, dass ihnen zuwenig Geld übrig bleibt.
Steßl : Wenn man mit den Leuten spricht, weiß man: Es bleibt ihnen von Lohnerhöhungen nach Steuern, Abgaben, Inflation und "kalter Progression“ nichts übrig. Natürlich brauchen wir Strukturreformen und eine Durchforstung des Fördersystems, aber darauf kann man nicht warten. Die Leute müssen sich jetzt ihr Leben leisten können.

Die ganze Geschichte lesen Sie im aktuellen NEWS im Zeitschriftenhandel oder als E-Paper Version.

Kommentare

christian95 melden

Liebe Frau Steßl! Ihre SPÖ bildet mit der ÖVP diese Bundesregierung. Warum handeln sie dann nicht?
Spindelegger (ÖVP) "will" jede Woche etwas anderes. (400.000 neue Arbeitsplätze, Wirtschaft entfesseln, Bauern fördern, Wirtschaft entlasten, Arbeitnehmer später in Pension usw., usw. )
Von "handeln" ist bei SPÖ+ÖVP kein Wort zu hören!

christian95 melden

Die ÖVP "arbeitet" jetzt ohnehin "geheim". Bald werden die Abgeordneten im Parlament nur mehr geschwärzten Gesetzestext zur Abstimmung bekommen... Es wir immer blöder was sich diese Typen einfallen lassen. (In NÖ z.B. prüft der Rauchfangkehrer die E-Leitungen die SAT Schüssel oder ob im Schlafzimmer nicht brennbare Flüssigkeit lagert....)

Keine Steuerreform, sondern Rückgabe der Steuerzuckerln: EStG 88 Streichung des 62%-igen Steuersatzes, Abschaffung der Gewerbesteuer, Vermögensteuer, der Gruppenbesteuerung und Legalisierung der Liechtensteiner Stiftungen. Plus ordentliche Strafen für diejenigen, die trotzdem noch glauben, den Staat und damit seine Mitbürger bescheißen zu müssen. Aber da haben die "Sozialisten" ja mitgewerkt.

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