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Steßl: Wechsel ins Kanzleramt?

Finanzstaatssekretärin bestätigt Gerüchte nicht. Gibt aber auch kein klares Dementi.

Sonja Steßl © Bild: APA/Hans Klaus Techt

Finanzstaatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) soll laut einem Bericht der Tageszeitung "Österreich" ins Kanzleramt wechseln. Demnach soll sie dort u.a. für den öffentlichen Dienst zuständig sein, der derzeit von Kanzleramtsminister Josef Ostermayer betreut wird. Damit hätte die SPÖ zum ersten Mal seit der Wiederauflage der Großen Koalition 2006 keinen Staatssekretär im schwarzen Finanzministerium.

Keine Bestätigung hat es am Freitagabend seitens der SPÖ-Spitze dafür gegeben, dass Finanzstaatssekretärin Sonja Steßl tatsächlich ins Kanzleramt wechseln soll. Klar dementiert wurde es allerdings auch nicht.

"Ich kann es Ihnen nicht bestätigen", erklärte Kanzleramtsminister Josef Ostermayer Freitagabend. Man warte jetzt einmal ab, wer seitens der ÖVP neuer Finanzminister wird. "Dann gibt's vielleicht neue Überlegungen", gab sich Ostermayer bedeckt.

Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos verwies zum kolportierten Wechsel der Staatssekretärin darauf, dass es dazu keinen Beschluss gebe. Man werde das "in den nächsten Tagen sehen". Es handle sich um eine Frage, die in der Partei zu diskutieren sein werde.

Staatssekretärin will Gerüchte nicht kommentieren

Die derzeitige Finanzstaatssekretärin Sonja Steßl hat sich am Freitagabend ähnlich wortkarg wie ihre SPÖ-Kollegen zu ihrem kolportierten Wechsel ins Kanzleramt gezeigt. "Überlegungen kommentiere ich nicht", erklärte sie am Kanzlerfest.

Ob sie tatsächlich ins Bundeskanzleramt wechseln wird, wollte sie nicht weiter kommentieren: "Es gibt verschiedene Gerüchte." Sie will die ÖVP-Entscheidung über den künftigen Finanzminister abwarten. Dann werde man überlegen, wie man auf diese Situation reagiert. Die Frage, ob sie bei einem Finanzminister Hans Jörg Schelling - er soll nächster Ressortchef werden - tätig wäre, "stellt sich nicht", meinte Steßl.

Wichtig sei nun, dass die Regierung gut aufgestellt sei und die anstehenden Aufgaben bewältige. Grundsätzlich soll der Neustart für "wesentliche Leitprojekte" genutzt werden, verwies Steßl etwa auf die Steuerreform.

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