Stellungnahme von Markus Eibegger: Viel Stress gehabt und "Nerven weggeworfen"

Knittelfelder hatte Angst vor einer Schutssperre

Markus Eibegger nannte gegenüber der APA zwei Gründe für seine Abreise. Er habe in den vergangenen Tagen wegen seines Profivertrages viel Stress gehabt und die "Nerven weggeworfen", weil er Angst gehabt habe, bei einer Blutkontrolle den Grenzwert zu überschreiten. Der Knittelfelder hatte nach eigenen Worten in den vergangenen Tagen ein simuliertes Höhentraining durchgeführt und in einem so genannten Höhenzelt bei Bedingungen wie auf 4.000 Metern geschlafen, um die Bildung roter Blutkörperchen anzuregen.

"Dass ich die Nerven verloren habe, war blöd, aber ich habe Angst gehabt, dass ich eine zweiwöchige Schutzsperre bekomme, wenn ich drüber (über dem Grenzwert, Anm.) bin. Aber die Blutwerte waren ohnehin in Ordnung", sagte der 22-Jährige.

Anderseits führte er aber an, dass ihn weder der Kontrollor, den er nicht als solchen erkannt hatte, noch jemand anderer über eine anstehende Dopingkontrolle informiert habe. "Niemand hat mir gesagt, dass ich eine Kontrolle habe. Ich habe meinen Salat gegessen und bin gegangen. Der ÖRV hat das als Fehlverhalten erachtet und eine Disziplinarstrafe verhängt", meinte Eibegger, der sich 23 Stunden später einem Test gestellt hat.

Es sei schade, dass er dadurch die WM als weiteres Saison-Higlight verpasse, meinte der Steirer. Für die weitere Karriere sei dieser Fall aber nicht Ausschlag gebend. "Denn von den großen Teams sind diese Woche schon Absagen gekommen. Bei T-Mobile wäre noch eine winzige Chance gewesen, aber da hätten viele andere Fahrer absagen müssen", erklärte der Fahrer von Rapso Knittelfeld. (apa)