"Stellenweise hab ich gute Ansätze gehabt":
Hosp fand Comeback trotz Platz 23 sinnvoll

"So hundertprozentig war es nicht, aber was soll's" Nach Verletzungspause noch nicht völlig schmerzfrei

"Stellenweise hab ich gute Ansätze gehabt":
Hosp fand Comeback trotz Platz 23 sinnvoll © Bild: APA/EPA/Fohringer

Im ersten Durchgang ist Nicole Hosp im WM-Riesentorlauf von Val d'Isere wegen vereister Brille chancenlos gewesen, aber auch der zweite zeigte auf, dass die Tirolerin nach ihrer schweren Knieverletzung noch etwas Zeit braucht: "So hundertprozentig war es nicht, aber was soll's. Im zweiten habe ich stellenweise schon gute Ansätze gehabt, stellenweise hat es nicht so hingehaut", resümierte die 25-Jährige, die Platz 23 belegte.

Die Bichlbacherin, die sich am 4. Jänner beim Einfahren für den Weltcup-Slalom in Zagreb bei einem Sturz einen Riss des inneren Seitenbandes, einen Einriss des vorderen Kreuzbandes und eine Impressionsfraktur des Schienbeinkopfes zugezogen hatte, bezeichnete es als "sinnvoll", zur Titelverteidigung angetreten zu sein. "Einfach wieder mal ein Rennen fahren und einfach wieder mal mit der Startnummer dabei sein. Von dem her hat es auf jedem Fall Sinn gemacht." Nervös sei sie nicht gewesen, sie habe sich einfach gefreut, wieder fahren zu können.

Vereiste Brille als Handicap
Im ersten Durchgang bei heftigem Schneefall hatte Hosp auf der anspruchsvollen "Face de Bellevarde" mit dem Handicap zu kämpfen, dass die Brille beschlug und vereiste. "Ab dem dritten, vierten Tor hat es angefangen, durch die kalte Luft war die Brille dann komplett vereist, ich habe nichts mehr gesehen. Ich habe gerade noch die Farbe der Tore erkannt", erzählte die Gesamtweltcupsiegerin von 2007. Sie vermutete, dass die Gläser kaputt waren, das passiere manchmal bei alten. "Ich habe schon neue reingetan, aber es werden alte neue gewesen sein." Sie habe kurz daran gedacht, abzuschwingen, aber sich dann doch dazu entschlossen, sich ins Ziel durchzukämpfen, erklärte Hosp.

"Völlig schmerzfrei war ich nicht"
Von den Schmerzen her sei das Skifahren kein Problem gewesen. "Völlig schmerzfrei war ich aber nicht", erklärte Hosp, die erst vor einer Woche erstmals wieder auf Skiern stand

Lob zollte Hans Pum der Läuferin. "Wenn man nichts sieht, bleibt man normalerweise stehen, weil das ist auf diesem Hang gefährlich. Aber sie hat sich runtergekämpft und das zeichnet sie aus", meinte der Alpinchef. Zu ihrer Leistung sagte er: "Den ersten Lauf kannst abhakeln. Und von der Position im zweiten aus hatte sie keine Chance." Hosp schaffte als 29. die Qualifikation für das Finale.

(apa/red)