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Steinmeier will am 1. November Chemnitz besuchen

Der deutsche Präsident Frank-Walter Steinmeier will am 1. November Chemnitz besuchen.

Steinmeier wolle in der sächsischen Stadt zu einer Kaffeetafel einladen, um über die dortigen Vorkommnisse nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes Ende August zu sprechen, berichtete der "Focus" am Freitag unter Berufung auf das Bundespräsidialamt.

In Chemnitz war am 26. August ein 35-Jähriger erstochen worden; tatverdächtig sind ein Syrer und zwei mutmaßlich aus dem Irak stammende Männer. Das Tötungsdelikt zog zahlreiche Demonstrationen auch rechter Gruppen in Chemnitz nach sich, die teilweise in Gewalt mündeten.

"An der Kaffeetafel des Bundespräsidenten sollen Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Migrationshintergrund Platz nehmen, die die Vorkommnisse von Ende August und die derzeitige Situation in Chemnitz unterschiedlich bewerten", heiß es laut "Focus" aus dem Bundespräsidialamt. "Ziel ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen."

Kanzlerin Angela Merkel besucht Chemnitz kurz nach Steinmeier. Merkel will sich nach Angaben ihres Sprechers am 16. November in Chemnitz unter anderem den Fragen von Lesern der Tageszeitung "Freie Presse" stellen.

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