Steiermark von

Weiterer Kälte-Toter

Bereits drittes Todesopfer: 66-Jähriger stürzte auf Weg vom Auto ins Haus und erfror

Steiermark - Weiterer Kälte-Toter © Bild: APA/DPA/Friederichs

Die bittere Kälte hat ein weiteres Todesopfer gefordert. Nach einem Sturz vom Auto zum Haus ist ein 66-jähriger Kärntner in der Nacht auf Samstag in der Obersteiermark erfroren: Der Tote wurde Samstag früh von einem Gemeindearbeiter auf dem Zufahrtsweg zu einer Wochenendhaussiedlung auf der Turracher Höhe (Bezirk Murau) gefunden. Der Mann ist das bereits dritte Opfer, denn zwei Tote hat die Kälte in Österreich bisher schon gefordert.

Der 66-Jährige hatte sein Auto abgestellt und wollte das letzte Stück - knapp 50 Meter - auf dem schneebedeckten, eisigen Weg zu seinem Haus gehen. Dabei war er zu Sturz gekommen. Der Mann konnte aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen und erfror. Abgesehen von Abschürfungen konnten an der Leiche zunächst keine Verletzungen festgestellt werden.

Der Tote wurde gegen 8.00 Uhr von einem Gemeindearbeiter, der im Streudienst im Einsatz war, gefunden. Das nahe der steirisch-kärntnerischen Landesgrenze gelegene Wochenendhaus hatte der Kärntner zu dieser Zeit alleine bewohnt, woher er gekommen war, als das Unglück passierte, war zunächst unklar. Alkoholisierung dürfte keine vorgelegen sein, so die Polizei.

Weitere Todesopfer in Polen, Ukraine und Rumänien
Noch kälter als in Österreich ist es derzeit in Osteuropa. Die Zahl der Kältetoten in diversen osteuropäischen Ländern ist erneut gestiegen. In Polen erfroren trotz verstärkter Polizeipatrouillen zur Suche nach Kälteopfern sieben Menschen, in der Ukraine wurde von mindestens 21 neuen Kälteopfern berichtet. In Rumänien erfroren in den letzten 24 Stunden weitere vier Menschen.

In der Ukraine stieg die Zahl der Kältetoten damit auf 122 in diesem Winter, wie das Zivilschutzministerium in Kiew mitteilte. Die meisten Opfer waren demnach Obdachlose. In der Ex-Sowjetrepublik meldete der Wetterdienst in den vergangenen Tagen Rekordtemperaturen von minus 30 Grad Celsius. In Polen sind seit Beginn der Kältewelle insgesamt 45 Menschen erfroren. In Rumänien stieg die Gesamtzahl der Kältetoten seit Beginn des extremen Frosts vor einer Woche auf 28. Der Frost ließ inzwischen leicht nach. Die Temperaturen stiegen mancherorts über Null. Zugleich setzten wieder heftige Schneestürme ein.