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Hauseinsturz in Bärnbach

Rettungskräfte suchten mit Wärmebildkamera nach möglichen Verschütteten

Steiermark - Hauseinsturz in Bärnbach © Bild: APA/Leodolter

Nach dem Einsturz einer alten Mühle am Sonntagnachmittag in der Weststeiermark haben zahlreiche Einsatzkräfte samt einer Hundestaffel die Trümmer durchsucht. Es bestand zunächst der Verdacht, dass sich Kinder in dem leerstehenden Haus aufgehalten hatten. Polizei, Feuerwehr und Suchhunde sichteten ohne Ergebnis das obere Geschoß, eine Spezialkamera soll für Gewissheit sorgen, dass das Gebäude beim Einsturz tatsächlich leer war.

Gegen 15.30 Uhr brach plötzlich der Dachstuhl der alten Mühle neben der Glasfabrik in Bärnbach ein. Nachbarn gaben an, sie hätten einen ungefähr elfjährigen Buben vom Haus weglaufen sehen. Da am Nachmittag mehrere Kinder in dieser Gegend gespielt hatte, schloss die Polizei nicht aus, dass sich einige von ihnen auch in dem Gebäude befunden hatten. "Es wäre natürlich einfacher, wenn wir den Buben finden und befragen könnten", so Ulrich, doch das Kind war zunächst unauffindbar.

Eine großangelegte Suche begann, an der sich auch eine Rettungshundestaffel, die zufällig in der Nähe war, beteiligte. Bergretter seilten sich von einem Hubschrauber aus ab, um von oben zu den Trümmern zu gelangen. "Der obere Teil des Hauses ist überprüft, da war niemand", erklärte Polizeisprecher Maximilian Ulrich auch APA-Anfrage. Das Erdgeschoß musste noch weiter überprüft werden, obwohl eine Wärmekamera angezeigt hatte, dass sich niemand in dem eingestürzten Gebäude befindet.

Um sicherzugehen, dass sich keine möglichen Opfer unter den Mauerteilen befinden, wurde eine Spezialkamera aus Leibnitz angefordert, die auch bei Verschüttungen nach Erdbeben eingesetzt wird. Damit hofft man, noch am Sonntag die Suche beenden zu können.