Stefan Rucker für sechs Monate gesperrt

Fall Buxhofer wurde vertagt

Stefan Rucker für sechs Monate gesperrt

Die Anti-Doping-Kommission des Österreichischen Radsportverbandes (ÖRV) hat am Dienstag in Wien die Doping-Vergehen von Matthias Buxhofer (Bild) und Stefan Rucker verhandelt. Während der Fall Buxhofer vertagt wurde, weil dessen Anwalt neue Beweismittel einbringen will, wurde Rucker schuldig gesprochen. Der steirische Nachwuchsfahrer wird für sechs Monate gesperrt und muss 1.000 Franken (681 Euro) Strafe zahlen. Außerdem wird er nachträglich für den Oberösterreich-GP der U 23, den er gewonnen und bei dem er die positive Dopingprobe (Ephedrin) abgeliefert hatte, disqualifiziert.

Die Anti-Doping-Kommission des ÖRV, der Jurist Gernot Schaar als Vorsitzender, der Arzt Thomas Balzer sowie Ex-Profi Gerhard Zadrobilek angehören, kam zu dem Entschluss, dass Rucker grob fahrlässig gehandelt hat, was eine zweijährige Sperre zur Folge hätte. "Er konnte aber sämtliche Milderungsgründe glaubhaft machen, in diesem Fall sieht die UCI eine Strafmilderung um ein Viertel vor", erklärte ÖRV-Generalsekretär Rudolf Massak.

Die Sperre gilt ab Schuldigsprechung bis 1. November, und wird am 31. Jänner fortgesetzt. Der Zeitraum zwischen 1. November und 31. Jänner gilt bei Straßenfahrern als inaktive Periode. Rucker kann gegen das Urteil Berufung einlegen.

Der Fall Buxhofer, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt wird, wurde vertagt, weil der Anwalt des Sportlers neue Beweismittel einbringen will. Buxhofer war bei der Dänemark-Rundfahrt positiv auf Norandrosteron getestet worden.