Startschuss zum Wengen-Spektakel:
Raich heißestes ÖSV-Kombi-Eisen im Feuer

Benni: "Mit einer Disziplin hat man keine Chance" Baumann "motiviert" - Auch Walchhofer am Start

Startschuss zum Wengen-Spektakel:
Raich heißestes ÖSV-Kombi-Eisen im Feuer © Bild: Reuters

Mit der Super-Kombination werden heute die 80. Lauberhornrennen eröffnet. Die Liste der Favoriten ist lang, aus österreichischer Sicht dürfen sich Benjamin Raich und Romed Baumann Spitzenplätze ausrechnen. Das Duo hat mit den Rängen 7 und 1 bzw. 5 und 3 in den bisherigen zwei Saison-Kombis auch die Olympia-Startplätze bereits fix. Am Start in beiden Teilbewerben will auch Michael Walchhofer sein.

Raich hat im Abschlusstraining für die Abfahrt zwar einen Rückstand von 6,29 Sekunden auf den Tagesschnellsten aufgerissen, allerdings wird der Speed-Teilbewerb der Kombi auf verkürzter Strecke gefahren. "Der Rückstand ist schon recht groß, aber es täuscht vielleicht ein bisserl, weil ich oben schon sehr viel verloren habe, wo ich locker gefahren bin", sagte der Pitztaler, der "gewisse Passagen nicht so schlecht" gefahren ist. "Wenn ich das morgen noch ein bisserl verbessern kann, dann könnte es nicht so schlecht passen."

Der Führende im Gesamtweltcup hat 2005 und 2006 die Lauberhorn-Kombination gewonnen, auch damals wurde nicht mehr klassisch kombiniert, sondern nur ein Slalom-Durchgang gefahren. Im Vorjahr setzte sich der Schweizer Carlo Janka vor dem Südtiroler Peter Fill und seinem Landsmann Silvan Zurbriggen durch, Raich landete auf Platz 7, Baumann auf 16. "Im Slalom habe ich hier leider in den letzten Jahren nicht mehr aufgeholt, das war das Problem. Mittlerweile ist es so, dass man mit einer Disziplin keine Chance mehr hat. Ich muss schon in Abfahrt und Slalom eine starke Leistung bringen."

Raich: Start in Spezial-Abfahrt?
Zu den Mitbewerbern auf Podestplätzeplätze zählt Raich u.a. den Franzosen Julien Lizeroux, Baumann, Janka und den Kroatien Ivica Kostelic. "Es gibt viele, es ist immer falsch, sie aufzuzählen, weil genau dann vergisst man den, der es vielleicht macht. Man hat schon öfter gesehen in der Super-Kombi, dass sehr viel passen muss, damit man ganz vorne ist." Ob Raich auch die Spezialabfahrt am Samstag in Angriff nehmen wird, wird er nach dem Freitagrennen entscheiden, denn ein Kombi-Tag fordere einen nicht nur körperlich, sondern auch psychisch.

Von den Österreichern werden neben Raich und Baumann auch Joachim Puchner und Florian Scheiber kombinieren. Und Walchhofer, wie er am Donnerstag im Zielraum bekanntgab. "Wenn in der Abfahrt nichts Gravierendes dazwischen kommt, fahre ich den Slalom. Für mich geht es dann nur darum, dort eine gute Figur zu machen", sagte der Salzburger.

(apa/red)