Stars der Endrunde von

Die Stars der Fußball-WM:
Messi, Ronaldo, Neymar

Stars der Endrunde - Die Stars der Fußball-WM:
Messi, Ronaldo, Neymar © Bild: AFP PHOTO / FRANCK FIFE

Die Stars der Fußball-Welt werden ab Donnerstag versuchen, der WM in Russland ihren Stempel aufzudrücken.

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Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Co. gehen dabei mit unterschiedlichen Ausgangslagen ins Turnier. Wenig überraschend sind es vor allem die Angreifer, die die Zuschauer verzücken sollen.

Lionel Messi (Argentinien)

© JUAN MABROMATA / AFP

Vor vier Jahren hätte sich Argentiniens Generation um Lionel Messi, Javier Mascherano oder Angel Di Maria unsterblich machen können. Stattdessen siegte Deutschland im WM-Endspiel in Rio durch ein Tor von Mario Götze in der 113. Minute mit 1:0 nach Verlängerung. Für Messi ist die WM 2018 womöglich die letzte Chance, den ihm noch fehlenden Titel zu holen und aus dem Schatten von Diego Armando Maradona herauszutreten, der 1986 die "Albiceleste" zum bisher letzten Titel geführt hat. Während der WM feiert der fünffache Weltfußballer vom FC Barcelona am 24. Juni seinen 31. Geburtstag. Dank Messi hat es Argentinien überhaupt zur WM geschafft. Sieben Tore schoss der Teamkapitän in der südamerikanischen Qualifikation.

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Cristiano Ronaldo (Portugal)

© Francisco LEONG / AFP

Gleich 15 Tore erzielte Cristiano Ronaldo für Portugal in der WM-Qualifikation - nur Polens Robert Lewandowski traf einmal mehr. Mit Real Madrid holte der 33-Jährige heuer schon die Champions League und brachte sich damit wieder in Stellung für die Wahl zum Weltfußballer. In Russland wird Portugals Rekordtorschütze (81 Tore) zum vierten Mal an einer WM teilnehmen. Vor vier Jahren endete die Reise nach Brasilien mit einer Blamage für Ronaldo und Co. Schon nach der Gruppenphase war Endstation, der nicht voll fitte Star-Angreifer schrieb nur einen Turniertreffer an. Ronaldos Manko: Portugal ist regierender Europameister und hat eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Akteuren, ist aber dennoch kein wirklicher Mitfavorit auf den Titel.

Neymar (Brasilien)

© Nelson ALMEIDA / AFP

Brasiliens Superstar reist nicht voll fit, aber mit einer klaren Mission zur WM: Der 25-Jährige von Paris Saint-Germain will seinen Status als einer der weltbesten seiner Zunft untermauern und seinen Anspruch auf den "Goldenen Ball" stellen. Der 222 Millionen Euro teure Angreifer fiel vor vier Jahren bei der Heim-WM im Viertelfinale verletzt aus und verpasste dadurch die 1:7-Demontage der "Selecao" im Halbfinale gegen Deutschland. Mit Teamkollegen wie Willian, Philippe Coutinho und Gabriel Jesus hat Neymar auch Akteure zur Seite, die ihn ebenso wie er sie erfolgreich einsetzen können. Seine Bilanz im gelbblauen Trikot ist beeindruckend: In 85 Ländermatches hat der Mann aus Sao Paulo nicht weniger als 55 Tore erzielt.

Paul Pogba (Frankreich)

© PHILIPPE DESMAZES / AFP

Er mag nicht der teuerste oder der torgefährlichste Akteur im französischen Team sein, ist aber jener, der am meisten polarisiert. Paul Pogba beanspruchte vor der WM eine Führungsrolle, wurde aber im Test gegen Italien von den eigenen Fans ausgepfiffen. Der 25-Jährige, 2016 um 105 Mio. Euro von Juventus zu Manchester United gewechselt, erlebte auch bei den "Red Devils" eine schwierige Saison. Mit Jose Mourinho soll er nicht immer einer Meinung sein, der Star-Coach setzte den auch auf sozialen Medien stets um Aufmerksamkeit bemühten Mittelfeldmann mitunter auf die Bank. Auch viele Frankreich-Fans wollen ihn dort sehen. Teamchef Didier Deschamps will Pogba öffentlich nicht infrage stellen.

Mohamed Salah (Ägypten)

© KARIM JAAFAR / AFP

Der Weltklasse-Angreifer von Liverpool macht Ägypten um eine Klasse besser und spürbar gefährlicher - sofern er seine Bänderverletzung im Schulterbereich rechtzeitig auskurieren kann. Dass der Afrika-Cup-Rekordsieger 28 Jahre nach der WM-Gruppenphase in Italien wieder auf der größten weltweiten Fußball-Bühne auftaucht, ist auch der Verdienst von Salah. Auf dem Rasen ist Afrikas Fußballer des Jahres 2017 für alle entscheidenden Aktionen zuständig und zieht das Hauptinteresse auf sich. Im Teamtrikot hält der 25-Jährige derzeit bei 33 Toren in 57 Länderspielen. Für Liverpool schoss er in der abgelaufenen Saison in sämtlichen Wettbewerben über 40 Treffer.

Harry Kane (England)

© Ian KINGTON / AFP

Englands neuer Poster-Boy jagt den Abwehrreihen in der englischen Premier League schon seit längerem Angst ein. 2016 und 2017 war der Tottenham-Stürmer Torschützenkönig, heuer blieb er mit 30 Treffern nur hinter Liverpools Salah (32). Als Kapitän der "Three Lions" soll der 24-jährige Kane in Russland nun auch die Nationalmannschaft zumindest einmal in die K.o.-Phase schießen. Diese verpassten die Briten vor vier Jahren, auch bei der EM 2016 scheiterte der Weltmeister von 1966 schon im Achtelfinale. Kane blieb in Frankreich torlos. Dass der Angreifer von Teamchef Roy Hodgson als Standardschütze vorgesehen wurde, sorgte damals für Unmut bei den englischen Fans.

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