Starkes Seebeben im Pazifik: Kleinere
Tsunami treffen nach Erdbeben Nordjapan

Kleinere Flutwellen treffen auch auf US-Westküste

Ein Erdbeben der Stärke 8,1 hat die Region vor der Nordküste Japans erschüttert und kleinere Tsunami auf die Hauptinsel Hokkaido gelenkt. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es nicht. Die japanischen Behörden hatten die Bewohner entlang der Pazifikküste aufgefordert, sich vor den Flutwellen in Sicherheit zu bringen. Die Tsunami erreichten eine Höhe von bis zu 50 Zentimetern.

Die US-Behörden gaben auch für Alaska eine Tsunami-Warnung sowie die zweithöchste Tsunami-Warnstufe für Hawaii aus. Ein kleinerer Tsunami hat auch die amerikanische Westküste erreicht und in Nordkalifornien leichten Sachschaden angerichtet. Wie die Zeitung "Eureka Times-Standard" in ihrer Onlineausgabe berichtete, wurden in dem Küstenort Crescent City drei Hafenpiers beschädigt und mehrere Boote aus ihrer Verankerung gerissen. Der Sachschaden wurde mit bis zu 700.000 Dollar (546.000 Euro) beziffert. Niemand wurde verletzt.

Das Zentrum des Erdbebens habe in etwa 30 Kilometer Tiefe unter dem Meeresboden vor der Küste der Kurilen-Inseln gelegen, teilte Japans Meteorologische Behörde mit. Demnach ereignete sich die Erschütterung rund 390 Kilometer von der Insel Etorofu (russisch: Iturup) entfernt. Sie ist eine von vier 1945 von der damaligen Sowjetunion besetzten Inseln an der Trennlinie zwischen dem Ochotskischem Meer und dem Pazifik. Der Disput um die Inseln, die von Japan zurückgefordert werden, hat einen Friedensvertrag zwischen Japan und Russland bisher verhindert.

(apa/red)