Starkes Erdbeben auf iberischer Halbinsel: Schwankende Gebäude in Portugal & Spanien

Schwerste Erdstöße seit über 30 Jahren gemessen Keine Berichte über Verletzte oder größere Schäden

Der Süden der Iberischen Halbinsel ist vom stärksten Erdbeben seit mehr als zehn Jahren erschüttert worden. Nach Angaben der Behörden in Spanien und Portugal wurden keine Menschen verletzt. Es gab auch keine nennenswerten Schäden an Gebäuden. Die genaue Stärke des Bebens war unklar. Das spanische Geographie-Institut bezifferte die Stärke zunächst mit 6,3, gab den Wert später aber mit 6,1 an. Die Behörden in Portugal gingen von einer Stärke von 5,8 aus.

Das Beben hatte sein Epizentrum im Atlantik, 160 Kilometer südwestlich von Cabo Sao Vicente in der portugiesischen Ferienregion der Algarve. In Portugal waren die Erdstöße im ganzen Land zu spüren. In Spanien machten sie sich im Süden in Städten wie Sevilla, Malaga, Cadiz und Huelva, aber auch bis nach Madrid bemerkbar. In Sevilla ließen die Behörden zur Sicherheit mehrere Amtsgebäude räumen. In Huelva liefen Hunderte von Bewohnern voller Angst und Schrecken ins Freie.

An den Küsten Marokkos waren Ausläufer des Bebens bis nach Rabat und Casablanca zu spüren. Die Gefahr von Tsunamis bestand nach Angaben von Experten nicht. Dazu sei das Beben nicht stark genug gewesen, hieß es. Der Atlantik südwestlich von Portugal gilt als ein erdbebengefährdetes Gebiet. Am Epizentrum des jetzigen Bebens hatte es 1969 ein Erdbeben der Stärke 7,3 gegeben.

(apa)