Starker "Urlaubseuro": Am günstigsten verreist sich's nach Osteuropa oder Mexiko

In Ungarn wachsen 100 zu kaufkräftigen 166 Euro Pfund-Abwertung sei Dank: England ist billig wie nie

Ungarn und Polen bieten derzeit große Kaufkraftvorteile. Wen es über den Atlantik zieht, bekommt in Mexiko und USA viel für seinen Euro geboten. EU-weit sind Irland, Frankreich und Belgien am teuersten.

Starker "Urlaubseuro": Am günstigsten verreist sich's nach Osteuropa oder Mexiko

Ungarnurlauber bekommen für 100 Euro Waren und Dienstleistungen um umgerechnet 166 Euro - nach 143 Euro im Vorjahr. In Mexiko gekaufte Waren entsprechen sogar einem Wert von 181 Euro. Billig wie noch nie ist derzeit das Vereinigte Königreich. Hier erhalten Urlauber für 100 Euro umgerechnet Waren um 113 Euro (2008: 103 Euro). Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Erhebung der Statistik Austria, die das Preisniveau in den beliebtesten Urlaubsdestinationen der Österreicher untersucht hat.

Polen und Tschechien locken
Auch in Polen profitieren Reisende von der Abwertung des Zloty. Innerhalb eines Jahres kam es zu einem Kaufkraftgewinn von 25 Prozent. Aktuell erhalten Urlauber für 100 Euro umgerechnet 149 Euro. In Tschechien bekommen Urlauber mit 153 Euro sogar noch etwas mehr, während es in der Slowakei "nur" 143 Euro sind. Hier kam es aber durch die Festsetzung des "unwiderruflichen Euro-Umrechnungskurses" mit Jahresbeginn laut Statistikern zu einer Verteuerung von knapp 9 Prozent. In der Türkei erhalten Touristen für 100 "Urlaubseuro" umgerechnet 130 (2007: 132) Euro und in Kroatien 124 (125) Euro.

Die teuersten Europaländer
In Italien, dem beliebtesten Urlaubsland der Österreicher, ist der Euro wie im Vorjahr mit 98 Cent weniger Wert als daheim. Die teuersten Länder innerhalb der Eurozone sind laut Statistikern wie auch 2008 Irland, Frankreich und Belgien. Auf der Grünen Insel erhält ein Urlauber 81 (78) Euro für seine 100 "Urlaubseuro", in Frankreich sind es 93 (92) Euro und in Belgien unverändert 94 Euro. Das teuerste europäische Land ist Dänemark mit einem Gegenwert von gleichbleibenden 71 Euro.

USA noch immer günstig
Bei den Überseedestinationen hat Mexiko trotz der Währungsaufwertung mit 181 (182) Euro am besten abgeschnitten. Auch die USA sind für Reisende trotz der Kaufkraftverluste gegenüber dem Vorjahr noch immer günstig. Ein Urlauber erhält für 100 Euro umgerechnet 115 Euro - nach 137 Euro im Vorjahr. Japan wurde für heimische Touristen teurer. Vor einem Jahr bekam man noch 109 Euro, jetzt sind es 86 Euro.

(apa/red)