Starker Regen in Westösterreich: Teilweise Hochwasser in Vorarlberg - Keller überflutet

Feuerwehr musste mehrere Keller auspumpen Pegel steigen: Niederschläge sollen bald abklingen

Rund 30 Mal mussten Vorarlbergs Feuerwehren wegen starker Regenfälle, um Keller auszupumpen. Wegen Hochwassers mussten zudem vereinzelt Straßen gesperrt werden, kleinere Bäche traten über die Ufer. Im Laufe des Donnerstags klangen die Regenschauer ab, nur vereinzelt gab es noch Niederschläge.

Die Situation habe sich entspannt, hieß es bei der Rettungs-und Feuerwehrleitstelle (RFL). Laut den Meteorologen sind für Samstag aber weitere Regenfälle in Sicht.

Besonders betroffen von den teils heftigen Niederschlägen war das Leiblachtal (nördlicher Bezirk Bregenz), so die RFL. Weitere Einsatzorte waren in Bregenz, Hard (Bezirk Bregenz), Lustenau, Dornbirn, Hohenems, Klaus (Bezirk Feldkirch) und Koblach (Bezirk Feldkirch). Seit Donnerstagvormittag seien keine neuen Einsätze mehr dazu gekommen, die Lage habe sich beruhigt. Lediglich Aufräumarbeiten seien noch im Gange, hieß es bei der RFL.

Das Zentrum der Regenfälle lag laut ZAMG-Wetterdienst im Norden Vorarlbergs: In den vergangenen 48 Stunden wurden in Bregenz 126 Millimeter Niederschlag gemessen, in Dornbirn waren es 109, in Alberschwende (Bregenzerwald) 96 Millimetern. Für Samstag haben sich aber weitere Niederschläge angekündigt.

Die Niederschlags- und Hochwassersituation habe sich seit den Morgenstunden laufend entspannt, bestätigte auch Wasser-Landesrat Dieter Egger (F). Laut Egger hat der Boden durch die Regenfälle sehr viel Wasser aufgenommen, das beeinflusse die Auswirkungen kommender Regenschauer. "Deshalb wird die weitere Niederschlags-Entwicklung weiterhin sehr aufmerksam verfolgt", informierte Egger.

Die Pegel vieler Vorarlberger Flüsse stiegen deutlich an, die Situation am Rhein, an der Bregenzerach und der Dornbirnerach sei aber nach wie vor ungefährlich, hieß es im aktuellem Bericht des Hydrographischen Dienstes. Einzig die Leiblach hatte in der Nacht die Hochwasser-Vorwarnstufe überschritten. "Die Wasserführung entsprach einem 30-jährlichen Hochwasser. Dabei hat sich der Hochwasserdamm, den wir dort nach den vergangenen Hochwässern errichtet haben, bestens bewährt", berichtete Egger.

Laut ÖAMTC gab es vorerst keine Straßensperren oder Verkehrsbehinderungen wegen des Hochwassers in Vorarlberg. Donnerstag früh waren die Senderstraße in Lustenau und die Furt über die Dornbirnerach in Dornbirn gesperrt, wie ORF Radio Vorarlberg meldete.

(apa/red)