Stanley Cup-Finale ohne Vanek: Buffalo
Sabres fliegen gegen Ottawa Senators raus

Overtime-Tor von Alfredsson beendete alle Träume Conference-Finale ging mit 4:1 klar an die Kanadier

Stanley Cup-Finale ohne Vanek: Buffalo
Sabres fliegen gegen Ottawa Senators raus

Die Hoffnungen auf ein historisches Comeback im Playoff der NHL haben sich für die Buffalo Sabres nicht erfüllt. Die Sabres mussten sich mit Stürmer Thomas Vanek in Spiel fünf des Conference-Finales gegen die Ottawa Senators mit 2:3 in der 1. Verlängerung geschlagen geben und verloren damit die "best of seven"-Serie mit 1:4.

Vor 18.690 Zuschauern in der HSBC-Arena hatte Jochen Hecht die Sabres in Führung gebracht (25.), doch Dany Heatley (35.) und Jason Spezza (40.) sorgten Ende des Mitteldrittels für den zwischenzeitlichen Umschwung. Maxim Afinogenow gelang in der 51. Minute im Powerplay für die Sabres der Ausgleich, die Entscheidung zu Gunsten der Kanadier brachte aber Daniel Alfredsson in der 71. Minute.

Buffalo, das beste Team des Grunddurchgangs, war mit drei Niederlagen in die Serie gestartet, hatte aber mit einem Auswärtssieg am Mittwoch wieder Hoffnung geschöpft. Doch so wie im Vorjahr war im NHL-Halbfinale Schluss. Die Senators revanchierten sich für die Playoff-Niederlage der Vorsaison und zogen erstmals in der Neuzeit ins Stanley-Cup-Finale ein, in dem sie auf den Sieger der Western Conference (Detroit Red Wings oder Anaheim Ducks, Stand: 2:2) treffen.

Damit haben unverändert nur zwei Mannschaften, die Toronto Maple Leafs 1942 und die New York Islanders 1975, nach einem 0:3-Rückstand noch den Aufstieg geschafft. Das Duell Ottawa gegen Buffalo brachte schließlich eine Parallele zum Vorjahr, als sich die Sabres nach einem 3:0-Vorsprung an Siegen daheim geschlagen geben mussten, ehe sie in Spiel fünf auswärts in der Verlängerung aufstiegen. Exakt so verliefen die Begegnungen auch diesmal, nur mit vertauschten Rollen.

Das erste Drittel könnte entscheidend sein, hatte Buffalo-Trainer Lindy Ruff vor dem Spiel gemeint. Beide Mannschaften legten die Partie auch wie ein Endspiel an, waren entsprechend vorsichtig, wollten den ersten Fehler vermeiden. Buffalo hielt die offensivstarken Senators über 30 Minuten gut in Schach und hatte in Ryan Miller wie schon zuletzt vorerst einen sicheren Rückhalt.

Die Sabres hatten durch Derek Roy (7.) und Vanek (13.), der in einer Linie mit Afinogenow und Center Paul Gaustad spielte, auch gute Chancen. Der Deutsche Hecht brachte Buffalo in der 25. Minute schließlich verdient in Führung. Ein 3:5-Unterzahlspiel gleich anschließend überstanden sie ebenso wie eine Strafe von Brian Campbell.

Als diese gerade abgelaufen war, schlugen die "Büffel-Jäger", wie die "Ottawa Sun" die Top-Linie der Senators mit Daniel Alfredsson, Jason Spezza und Dany Heatley nannte, aber wieder zu. Heatley traf mit seinem ersten Tor in der Serie zum 1:1 (36.). Spezza schloss 38 Sekunden vor der zweiten Pause einen Konter über Kapitän Alfredsson zum 2:1 für die Gäste ab. Das wie die gesamte Partie erlebten rund 10.000 Fans beim "Public Viewing" vor der Halle mit.

Doch die Sabres kämpften gegen das frühe Saisonende und schafften im Powerplay das 2:2 (51.). Nach einem Vanek-Pass traf Daniel Briere die Stange, Afinogenow schob den Abpraller über die Linie. In der Verlängerung rettete zunächst Sabres-Goalie Miller mit dem Stock vor Spezza, Vanek war da schon mit Connolly statt mit Gaustad in einer Linie. Alfredsson beendete schließlich die Träume der Sabres vom Stanley-Cup-Gewinn mit dem Treffer zum 3:2.

(apa/red)