Stallpflicht ignoriert: Eierproduzent Toni Hubmann zu 2.500 Euro Strafe verurteilt

"Toni's Freilandeier": Ließ Hühner nicht einsperren

Die Stallpflicht für Geflügel dauerte in der Steiermark bis 12. Mai dieses Jahres, doch einige Züchter hielten sich nicht daran. So ließ auch Toni Hubmann, einer der größten Eierproduzenten, seine Tiere schon früher wieder frei laufen. Dafür musste er sich im Straflandesgericht Leoben verantworten. Im Rahmen einer diversionellen Einigung wurde ihm eine Geldbuße von 2.500 Euro auferlegt.

Hubmann vertreibt unter der Marke "Toni`'s Freilandeier" die Erzeugnisse von rund 300 Freilandgeflügelhaltern, der Großteil davon aus der Steiermark. Der obersteirische Geschäftsmann hatte sich im Frühjahr zum Wortführer jener Landwirte gemacht, die gegen eine Verlängerung der generellen Stallpflicht rebellierten.

Auch in seinem eigenen Betrieb in Knittelfeld hielt er sich nicht an die behördliche Verordnung, und musste sich daher wegen Gefahr der Verbreitung einer Seuche unter Tieren verantworten. Das Delikt ist an sich mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen bedroht. In Hubmanns Fall kam eine außergerichtliche Einigung zum Tragen. Der Beschuldigte muss wegen Missachtung der Stallpflicht eine Geldbuße von 2.500 Euro zahlen.

Ein erster Prozess, bei dem ein Lieferant Hubmanns in Graz vor Gericht stand, endete ebenfalls mit einer Diversion. Der Hühnerbauer musste 1.500 Euro Geldbuße zahlen.
(apa)