Stallduell um den Weltmeistertitel? Alonso und Fisichella setzen auf den Renault-Renner

Vierkampf um den Titel mit Räiköönen und Schumi Teamchef Briatore fordert Änderung beim Qualifying

Die beiden Renault-Siege in den ersten Saisonrennen haben Formel 1-Weltmeister Fernando Alonso davon überzeugt, dass er seinen Titel erfolgreich verteidigen kann. "Das Gefühl ist schwer zu erklären, aber ich habe keine Zweifel daran, dass wir wieder Weltmeister werden können", betonte der 24-jährige Spanier im Vorfeld des Grand Prix von Australien.

"Wir wissen, dass das Auto wettbewerbsfähig ist. Es hat die ersten beiden Saisonrennen gewonnen und das gibt mir die Sicherheit, dass wir auch in den nächsten 16 Runden schnell sein können", erklärte der jüngste Champion der F1-Geschichte, der den Auftakt-GP in Bahrain gewonnen und in Malaysia hinter seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella Platz zwei belegt hatte.

Der italienische Stallgefährte könnte sich zu Alonsos härtestem WM-Konkurrenten mausern. "Das ist mein Traum und mein Ziel für diese Saison", verkündete der Römer. "Ich denke, Renault wird auch in Australien stark sein. Ich werde auf Sieg fahren und will mit einer guten Position in der Meisterschaft (zum Europa-Auftakt) nach Imola kommen. Das ist eines meiner Heimrennen."

Briatore fordert Qualifying-Änderung
Renault-Teamchef Flavio Briatore wollte schon in Malaysia nicht in den internen Wettbewerb eingreifen, forderte stattdessen einige Modifikationen des neuen Qualifying-Formates. "Es ist spektakulär, aber was wir im Moment machen, hat keinen Sinn", meinte der Italiener.

Briatore kritisierte, dass die Boliden nach der dritten von drei Qualifikations-Phasen auf das Benzin-Level von vor Beginn dieser Runde nachtanken dürfen. Daher versuchen die Piloten, möglichst viel Sprit zu verbrennen um am Ende der Session möglichst leicht zu sein. "Das ist schlecht für unser Image im Bezug auf die Umwelt."

Vierkampf um den Titel prognostiziert
Im WM-Rennen sieht der Renault-Teamchef neben seinen beiden Piloten erwartungsgemäß auch nach dem Auftakt Rekordweltmeister Michael Schumacher (Ferrari) und Vizechampion Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) als heißeste Anwärter. "Ich erwarte mir, dass diese vier bis zum Ende um den Titel kämpfen."

Schumacher, der sieben Punkte hinter WM-Leader Alonso liegt, urlaubte zuletzt gut eine Woche mit seiner Frau Corinna in Australien ("Endlich hatten wir mal wieder ausführlich Zeit für uns alleine"), verzichtete wie der Weltmeister auf Testfahrten. "Wir werden versuchen, an die Leistung aus dem ersten Saisonrennen anknüpfen", versprach der Deutsche, der in Bahrain Platz zwei belegt hatte. Beide Ferraris waren damals aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangen.

(apa/red)