Fakten von

Stadt Rom will Schafe
als "Rasenmäher" einsetzen

Tiere sollen Parks von Unkraut befreien

Die Gemeinde Rom will Schafe und Ziegen einsetzen, um Parks vom Unkraut zu befreien. Ein erster Test sei im Caffarella-Park durchgeführt worden, jetzt sollen die Tiere auch auf anderen Grünflächen grasen, berichtete das für Umweltfragen zuständige Stadtratsmitglied Pinuccia Montanari nach Medienangaben.

Rom will sich an Berlin ein Beispiel nehmen, wo bereits Schafe als "Rasenmäher" fungieren, berichtete Montanari. Mit dem Vorschlag zog sich die populistische Bürgermeisterin Virginia Raggi aber auch Kritik zu. "Statt ordentliche Gärtner einzusetzen, will die Bürgermeisterin auf Schafe zurückgreifen, um die Grünflächen instand zu halten", kritisierten lokale Oppositionspolitiker.

Anders sieht das der Landwirtschaftsverband Coldiretti. Im Raum von Rom gäbe es 50.000 Schafe. Diese könnten als kostenlose Rasenmäher eingesetzt werden. Sie würden die Grünflächen hinzu auch gratis düngen.

Das Experiment "tierische Rasenmäher" ist in Italien nicht ganz neu. Die norditalienische Provinz Treviso setzte in den vergangenen Jahren etwa Zwergesel ein. Die Provinz ersparte sich auf diese Weise den Erwerb von Traktoren und Rasenmähern.

Kommentare