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"Es bricht mir das Herz"

Ex-Moderator Andy Borg äußert sich betrübt zum Aus der "Stadlshow"

Andy Borg © Bild: imago/STAR-MEDIA

Nach nur zwei Sendungen ist das Experiment "Stadlshow" auch schon wieder beendet. Abgesehen von derzeit geplanten Ausgaben zu Silvester wird es den gefloppten Musikantenstadl-Nachfolger nicht mehr geben. "Es bricht mir das Herz", reagiert Ex-Moderator Andy Borg zutiefst betrübt auf die Meldung.

Über 30 Jahre lang war der "Musikantenstadl" eine Institution im deutschsprachigen Fernsehen. Von 1981 bis 2005 moderierte Karl Moik die Sendung, im Jahr 2006 übernahm Andy Borg. 2015 wurde jedoch beschlossen, die Show zu verjüngen. Borg musste unfreiwillig den Hut nehmen und wurde durch Francine Jordi und Alexander Mazza ersetzt. Die erste Ausgabe im Herbst geriet zu einem Quoten-Desaster, auch die Silvester-Ausgabe blieb unter den Erwartungen.

"Nach eingehender Analyse der beiden Sendungen im September und zu Silvester" kamen die Partnersender ORF, Bayerischer Rundfunk/ARD und SRF zu dem Schluss, die Sendung einzustellen. 2016 und 2017 sind zwar noch Silvestershows geplant, doch wie diese aussehen werden und wer sie moderieren wird, steht in den Sternen.

Andy Borg findet deutliche Worte

"Es bricht mir, und ich glaube auch Millionen von Musikantenstadl-Fans, das Herz, auf die Trümmer eines 34 Jahre jungen Fernsehklassikers blicken zu müssen. Verlierer sind neben meinen Gesangskollegen, denen diese TV-Plattform verloren geht, vor allem die Fernsehzuschauer", findet Andy Borg nach dem Aus der "Stadlshow" gegenüber der "Bild" deutliche Worte.

Seinen Nachfolgern Francine Jordi und Alexander Mazza gibt Borg keine Schuld am Scheitern der "Stadlshow". Vielmehr liege sie bei denjenigen, "die die Entscheidung getroffen haben, den Stadl zu verjüngen." Mit diesem Konzept habe man sich aktiv gegen die Wünsche der Zuschauer gestellt, die ganz genau wüssten, was sie sehen wollen und sich nichts vorschreiben lassen wollen, erklärt der 55-Jährige.

Auch "Musikantenstadl"-Urgestein Karl Moik, der vergangenes Jahr verstarb, soll die Gepflogenheiten der ARD heftig kritisiert haben. "Was den Zuschauer interessiert, ist denen da oben so egal, wie einem etwas egal sein kann - völlig egal", soll Moik laut "Bild"-Bericht noch kurz vor seinem Tod zu Borg gesagt haben.

Kommentare

Michael Dantine

Ich habs vorausgesehen! Es war zu erwarten, die Zuseher lassen sich halt nicht vorschreiben, was und wen sie sehen wollen! UND - die Fans haben geschworen, nach dem Andy Borg weder die 2 "Danebensteher", noch jemand anderen, die/den ihnen/uns die Sender aufs Auge drücken wollen, zu akzeptieren und nicht einzuschalten! Und so kam es auch! Recht geschieht es den bornierten Sendergewaltigen!

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