Staatsanwaltschaft prüft: Hat Polizei Flucht vor nach Hurrikan "Katrina" verhindert?

Opfer werfen den Polizeibeamten Rassismus vor

Die Staatsanwaltschaft in New Orleans will Vorwürfe von Überlebenden des Hurrikans "Katrina" gegen eine Gruppe von Polizisten untersuchen, teilte ein Sprecher der Behörde mit. Mehrere hundert Bewohner von New Orleans werfen der Polizei vor, sie nach Durchzug des Wirbelsturms im vergangenen Jahr an der Flucht aus der überschwemmten Stadt gehindert zu haben.

Die Flüchtlinge waren zunächst in eine Konferenzzentrum untergebracht, in dem es einige Tage nach der Katastrophe kein Wasser und keine Lebensmittel mehr gab, und versuchten über eine Brücke aus der Stadt zu entkommen. Auf der Brücke wurden sie jedoch von bewaffneten Polizisten zurückgedrängt. Die Polizei begründete dies nachträglich damit, dass es auch auf der anderen Seite keine Möglichkeiten zur Versorgung der Flüchtlinge gegeben habe. Die mehrheitlich schwarzen Hurrikan-Opfer werfen den Beamten hingegen Rassismus vor. (apa/red)