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Staatsanwaltschaft fordert U-Haft für katalanische Ex-Minister

Nur eine Person darf gegen Kaution auf freiem Fuß bleiben

Die spanische Staatsanwaltschaft hat Untersuchungshaft für acht ehemalige katalanische Regierungsmitglieder gefordert, die am Donnerstag vor dem Staatsgerichtshof in Madrid erschienen sind. Dem früheren Vizeregionalpräsidenten Oriol Junqueras und seinen Kollegen wird Rebellion, Aufruhr und die Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen.

Nur der frühere katalanische Unternehmensminister Santi Vila darf gegen eine Kaution von 50.000 Euro auf freiem Fuß bleiben, hieß es weiter. Vila war noch kurz vor dem Votum des Parlaments für die Unabhängigkeit Kataloniens zurückgetreten, das am 27. Oktober stattfand. Nach der Abstimmung hatte die Madrider Zentralregierung die gesamte katalanische Regionalführung abgesetzt.

Die Haftanträge beziehen sich nicht auf den abgesetzten Regionalpräsidenten Carles Puigdemont und vier weitere Regierungsmitglieder, die am Donnerstag nicht in Madrid vor Gericht erschienen waren. Diese dürften sich in Brüssel aufhalten. Es wird erwartet, dass die spanische Justiz gegen diese Politiker europäische Haftbefehle erlässt.

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