Staatsanwalt ermittelt im "Moschee-Baba"-
Spiel: Sachverhaltserhebungen beauftragt

Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren Verurteilung und Warnungen aus Politik und Kirche

Staatsanwalt ermittelt im "Moschee-Baba"-
Spiel: Sachverhaltserhebungen beauftragt © Bild: www.moschee-baba.at

Die Staatsanwaltschaft Graz hat die Aufnahme von Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Online-Spiel der steirischen FPÖ bekanntgegeben. Die Grünen hatten Anzeige wegen des Verdachts der Verhetzung und der Herabwürdigung religiöser Lehren erstattet, die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) hat ebenfalls Anzeige erstattet. In einer Reihe von Stellungnahmen der Kirchen und von Parteien wurde das "Anti-Minarett-Spiel" verurteilt.

Wie es von der Grazer Anklagebehörde hieß, werden Sachverhaltserhebungen in Auftrag gegeben. Ob das Spiel per Einstweiliger Verfügung vom Netz genommen werden muss, könne noch nicht gesagt werden.

Der steirische FPÖ-Landeschef und Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Gerhard Kurzmann, bezeichnete die Empörung als "Sturm im Wasserglas". Landesgeschäftsführer Georg Mayer kündigte an, jeder, der behaupte, bei dem Spiel werde geschossen, müsse mit einer Klage des Parteianwaltes rechnen. Es gebe kein Fadenkreuz, die Muezzine würden mit einer Stopptafel gestoppt. Ähnlich auch FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl: Es handle sich bei dem Spielvorgang vielmehr "um das Drücken einer Stopp-Taste, um eine politische Fehlentwicklung abzustellen". Allerdings gab es auch Kritik aus eigenen Reihen: FP-Abg. Christian Höbart sah angesichts der negativen Reaktionen die Landtagswahlkämpfe gefährdet: "Dieses Spielchen überspannt meiner Meinung nach schlicht den Bogen."

"Geschmacklos und religionsfeindlich"
IGGiÖ-Präsident Anas Schakfeh bezeichnete das Spiel als geschmacklos und religionsfeindlich. Der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari sah das Zusammenleben religiöser Glaubensgemeinschaften gefährdet: "Das hebt eine Schranke des interreligiösen Respekts auf und ist strikt abzulehnen. Ich warne nachdrücklich davor."

Das Online-Spiel "Moschee-Baba" der FPÖ Steiermark ist beinahe identisch mit einem Online-Game, das vergangenes Jahr in der Schweiz für Aufregung gesorgt hatte: Entwickelt von der Werbefirma Goal des Alexander Segert, der auch die Wahlkampflinie der steirischen FPÖ gestaltet. Im Komitee für ein Moscheen-Bauverbot hatten sich auch Exponenten der rechtsbürgerlichen Schweizerischen Volkspartei (SVP) befunden, es handelte sich aber um keine Kampagne der SVP, wie die stellvertretende Generalsekretärin Silvia Bär betonte.

In der politischen Diskussion spielte der Bau von Moscheen und Minaretten in der Steiermark bisher nahezu keine Rolle. Nur in Graz gibt es zwei Projekte für Moscheen, nur eine davon mit einem schlanken Minarett nach Vorbild der Penzberger Moschee. FPÖ und BZÖ waren im Frühjahr dieses Jahres im Grazer Gemeinderat mit einem Vorstoß Richtung Bauverbot gescheitert. Der Grazer ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl verurteilte das Internet-Spiel ebenfalls: Die Grenzen seien damit überschritten worden, es sei "geschmacklos" und "dumm". Nagl legte den Verantwortlichen von der steirischen FPÖ und dem Bundesparteichef Heinz Christian Strache nahe, sich aus der Politik zu verabschieden. Derartige Aktionen disqualifizierten sie für den Beruf des Politikers. Laut dem steirischen EU-Abg. Jörg Leichtfried schaden diese "inakzeptablen Wahlkampfmethoden" dem Ansehen Österreichs.

Zugriffstechnisch war die Provokation jedenfalls erfolgreich: Waren am Tag nach der Einrichtung des Spiels erst rund 1.000 Klicks auf die Seite angezeigt gewesen, schnellte die Zahl der Besucher mit Veröffentlichung und Thematisierung in den Medien auf 57.000.

(apa/red)

Kommentare

8Nostradamus melden

TICK TACK TICK TACK Das Spiel hat begonnen.

1 Rechts : 0 Islam

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Re: TICK TACK TICK TACK Bingooooo

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Aus der Geschichte nichts gelernt.......... Im 15ten und 16ten Jahrhundert hat Wien schon Türkenbelagerungen erlebt. Diese Schreckensherrschaft hat sich bis vor die Tore Wiens erstreckt - schon vergessen?! Der Islam sollte mit "Feuer und Schwert" über ganz Europa getragen werden. Zum Glück gab es das Entsatzheer aus Polen. Wien hätte heute keine Kirchen mehr. Die verstorbenen dieser Zeit drehen sich heute wahrscheinlich im Grab um. Bei aller Toleranz, versucht doch mal im Iran - z. b. - ein Gotteshaus zu errichten. Hat denn die StA keine anderen sorgen?! Oder werden gerade deswegen wichtigere Dinge verschleppt?! Unvermögen und unfähige Politiker, armes Ösi-Land. Und dann noch die - teilweise hirnlosen - Kommentare einzelner User - wahrscheinlich Moslems-, schlimm.......! Europa sei auf der Hut.....................

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Re: Aus der Geschichte nichts gelernt.......... das einzige Hirnlose Posting hier ist deins!!
Was muß so ein Mensch wie du für ein krankes Gedankengut haben??

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Re: Aus der Geschichte nichts gelernt.......... Völlig richtig, Ibikus!
Nun- Staatsanwälte werden mit färbigen Parteibüchern besetzt und sind Weisungsgebunden (siehe Fall Strasser, auf den bis zur Verjährung "vergessen" wurde- bei Grasser wird es ähnlich kommen)
Was wundert es also, wenn vor Wahlen der FPÖ geschadet werden soll? Sie regiert nicht, und stellt nicht die Justizministerin....
Das ändert aber nichts an meiner Meinung, dass die heutige FPÖ mit Gudenus Rechts von Hitler steht...
Den Wirbel um das Spiel finde ich lächerlich, einfach Minarette wegklicken- na und?
Die absolute Mehrheit (ich schätze ca. 80%) der Österreicher mag keine Minarette ,Muezins und damit Moslems in Österreich. Das würde eine Volksabsimmung ergeben.

mfp7764 melden

Re: Aus der Geschichte nichts gelernt.......... ibikus ich bin voll deiner meinung;-)

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Re: Aus der Geschichte nichts gelernt.......... Ich auch!

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Re: Aus der Geschichte nichts gelernt.......... Die sich gegenseitig zujubelnden und bestätigenden Rechtsfuzzis. Dadurch bleibt die Illusion bestehen, die Majorität zu stellen...

mfp7764 melden

Re: Aus der Geschichte nichts gelernt.......... und du stehst auf deinen roten vollkoffer der dauerfett ist lieber bin madem

free-spirit

tolles spiel super idee, herrliche strategie, wunderbare politiker die das spiel entwickelt haben. absolut wählbar diese enthirnten kreaturen. na dann gute nacht.........

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Es kann bei diesem Spiel auf NICHTS geschossen werden, ist das so schwer zu kappieren! Wasmsollen diese ständigen, bewußten Falschmeldungen?

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Re: Es kann bei diesem Spiel was bist denn du für ein Hirni, jeder der so was noch verteitigt gehört mit angeklagt.
Erst mal denken dann schreiben!!

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Re: Es kann bei diesem Spiel Dümmling Walter- hier wird wirklich nicht geschossen, sondern weggeklickt!
Geh zu einem anderen Augenarzt....

mfp7764 melden

Re: Es kann bei diesem Spiel dieser belwalter ist ein roter mit gemeindewohnung.wahrscheinlich einer der letzten österreicher in so einer bastion.wähle deinen häupl-prost

Wien_1190 melden

Re: Es kann bei diesem Spiel Da hat er recht, nur es mag wohlt den Eindruck wecken, weil eine Art "Fadenkreuz" erscheint - welches sich dann in ein Stopschild verwandelt!

Trotzdem war es unklug

Wien_1190 melden

Es zeugt von immenser Dummheit, dass man soein Spiel in die Welt setzt und das in der heißen Phase des Wien-Wahlkampfes!

Leider, immens dumm! - wer weiß was damit bezweckt wurde, aber solche Aktionen rücken die FPÖ - unfreiwillig - in das rechteste Eck! Schade!

free-spirit
free-spirit melden

Re: Es zeugt von immenser Dummheit, dass man soein ja, und dort gehört die fpö auch hin. am besten wäre "rechts draußen"...........

broso melden

Re: Es zeugt von immenser Dummheit, dass man soein wäre ein Weintrauben lesen und keltern für SPÖ -Wien / Häupl besser??????????????????

broso melden

Re: Es zeugt von immenser Dummheit, dass man soein keine dummheit! einfach Wahrheit!! Unsere schönen Berge werden statt den Gipfelkreuzen , bald Moscheen haben!!
Das sollte uns ""Österreichern" zu Denken geben!!!!!!!

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Re: Es zeugt von immenser Dummheit, dass man soein Die FPÖ ist doch Rechts vom rechtesten Eck- und das war populistische Berechnung mit dem Spiel.
Warum ?- die absolute Mehrheit der Österreicher will keine Minarette, Moscheen,Muezins und damit Muslime in Österreicher....der Zweck wurde dank der Gratis PR erreicht...

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