Fakten von

Ansbach-Attentäter
bekannte sich in Video zu IS

Syrer zündete Sprengsatz. Täter stellte 2014 Asylantrag in Österreich.

Ansbach © Bild: APA/dpa/Daniel Karmann

Der Selbstmord-Attentäter von Ansbach wollte aus islamistischen Motiven töten. Auf dem Handy des Syrers entdeckten die Ermittler am Montag ein Video, in dem er sich zur Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) bekennt. Er handle im Namen Allahs und übe Rache an den Deutschen für die Tötung von Muslimen, heiße es dort in arabischer Sprache, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann.

Die Deutschen würden nicht mehr ruhig schlafen können. In der Wohnung des 27-Jährigen entdeckte die Polizei außerdem Diesel, Salzsäure sowie Drähte für den Bombenbau. Der Syrer war 2014 eingereist, seinen Asylantrag lehnten die Behörden aber ab. Seine Abschiebung nach Bulgarien wurde ausgesetzt, da er psychisch krank war. Die Polizei nahm auch einen Dolmetscher fest, dessen Rolle zunächst unklar war.

Der Attentäter hatte Sonntagabend bei einem Musikfestival in Ansbach einen Sprengsatz in seinem Rucksack gezündet. Dabei wurden er selbst getötet sowie 15 weitere Menschen verletzt, vier davon schwer. Der Rucksack war mit Metallteilen und scharfkantigen Blechen gefüllt, um die Wirkung der Bombe zu erhöhen. Eigentlich wollte der Attentäter direkt auf das Festivalgelände, wurde aber wegen fehlender Eintrittskarte abgewiesen. Anschließend zündete er seinen Sprengsatz an einem Weinlokal nahe dem Gelände. Der Syrer hatte den Ermittlern zufolge eine große Menge Bargeld in Rollen von 50-Euro-Scheinen dabei. Den Behörden war er bereits unter anderem wegen Drogendelikten bekannt.

Beziehung zum IS

Im Zimmer des Attentäters fand die Polizei unter anderem einen Zehn-Liter-Kanister Diesel, Salzsäure, Alkoholreiniger, Nitroverdünnung, Lötkolben und Batterien, die offenkundig dem Bombenbau dienten. Außerdem wurde ein Laptop mit "eindeutig gewaltverherrlichenden Bildern und Filmsequenzen" sichergestellt, die in Beziehung zum IS stünden, teilten die Ermittler mit. Der Mann habe ferner sechs Facebook-Accounts betrieben, mindestens einen davon unter falschen Namen. Auch in diesen Accounts gebe es Bezüge zum Islamismus. Zudem wurde ein Mann aus dem engeren Umfeld des Attentäters festgenommen, der angegeben habe, lediglich Dolmetscher zu sein. Dies werde jetzt geprüft.

Die IS-nahe Agentur Amaq meldete am Montagnachmittag, der IS beanspruche die Tat für sich. Der Attentäter sei Aufrufen gefolgt, Länder anzugreifen, die an der Allianz zur Bekämpfung des IS beteiligt seien. Nach dem ebenfalls islamistisch motivierten Attentat in einem Regionalzug bei Würzburg, dem Amoklauf eines depressiven Schülers am Freitagabend in München war es bereits der dritte Anschlag binnen einer Woche in Bayern.

Dritte Bluttat in Bayern

Innenminister Herrmann kündigte an, die Landesregierung werde ab Dienstag bei ihrer Klausurtagung eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen beschließen und auch Forderungen gegenüber der Bundesregierung erheben. Es müsse alles getan werden, um die Sicherheit der Einheimischen vor einem Missbrauch des Aufenthaltsrechts zu erhöhen. "Wir wollen vorbereitet sein", sagte der CSU-Politiker. Offen zeigte er sich für den umstrittenen Einsatz der Bundeswehr im Innern. In Extremfällen sei dieser auch mit dem Grundgesetz im Einklang, sagte der Minister.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere ordnete nach der Serie von Attentaten verstärkte Streifen der Bundespolizei an Flughäfen und Bahnhöfen an. "Was mir im Moment besonders wichtig erscheint, ist eine erhöhte Präsenz von Polizeikräften im öffentlichen Raum", sagte de Maiziere am Montag in Berlin. Auch die sogenannte Schleierfahndung an den Grenzen gehe weiter. Zu möglichen Gesetzesverschärfungen hielt sich der CDU-Minister bedeckt. Entsprechende Änderungen könnten vor Abschluss der Ermittlungen nicht feststehen. Er werde jedoch Änderungen anstoßen, wenn diese erforderlich seien.

Kommentare

Oberon
Oberon melden

"Linken-Politiker setzte sich für Bleiberecht des Attentäters ein". (Quelle: Focus.de)
"Der Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg (Linke) hat sich im Fall des mutmaßlich islamistisch motivierten Bombenattentäters von Ansbach für ein Bleiberecht eingesetzt....Der Abgeordnete war am Dienstag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen."

Aktivisten der Flüchtlingshilfe treten immer .......

Oberon
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... wieder an Weinberg heran, um ihn um Hilfe für abgelehnte Flüchtlinge zu bitten. Das bestätigt meine allgemeine Vermutung, was das Einmischen angeht. Schlechtes Gewissen hat der Herr Abgeordnete aufgrund des Terrorakts seines Schützlings nicht, was mich nicht wirklich wundert.
Aktivisten und Linke/Grüne, eine echte Plage der Menschheit. :-(


Der Herr Terrorist hatte eine große Menge Bargeld bei sich. Woher hatte der arme Flüchtling dieses? Hat er es gar durch Arbeit verdient oder jemandem abgenommen?
Dass er psychisch ein arges Leck hatte zeigt, dass er dieses Geld bei sich hatte obwohl im Rucksack ein Bomberl war.

andi56 melden

wie viele müssen noch sterben bis wir von diesen Leuten Geschütz werden ? Oder müssen wir vor Unsere Politiker geschützt werden.

neusiedlersee melden


Leider, vor denen gibt es keinen Schutz, wenn sie einmal hier sind.

Tavington melden

"Wir haben unsere Aufnahmekapazitäten noch lange nicht ausgeschöpft!"
Prof. van der Bellen

parteilos melden

jep, dazu kommt das alle aus Kriegsgebieten psychisch Krank sind. Und wir können die Therapien bezahlen und alles was noch dazu gehört. Als Dankeschön gibt's ein paar Tote, die nix dafür können.

Wenn ein Asylansuchen abgelehnt wird, aus welchen Grund auch immer, hat die Rückführung sofort zu geschehen, da sonst zu viel Zeit bleibt sich über den negativen Bescheid zu rächen. Also nicht warten bis es zu solchen gemeinen Taten kommt. Agieren statt reagieren.

parteilos melden

Ein bedauerlicher Einzelfall unserer misslungen Gutmenschenpolitik.

Rumor13 melden

Der dritte "Einzelfall" innerhalb 1 Woche...........

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und kein Ende in Sicht....

Oberon
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Es ist bei den gestrigen Abendnachrichten auf ARD tatsächlich der Begriff "Einzelfall" gefallen. Auf die Idee, Straftaten von Asylwerbern nach Delikt zu sortieren, und dem Zuseher sodann als bedauerliche(!) Einzelfälle zu servieren, kann nur ein wahrhafter Gutmensch kommen. Ernstzunehmende Journalisten oder Medienleute kann man inzwischen mit der Lupe suchen.

Oberon
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Mutmaßlich werden Strafdelikte von Asylwerbern wöchentlich so abgerechnet. Da tun sich dann die Statistikfriseure leichter....

Nudlsupp melden

Ich finde den Ansatz tatsächlich interessant. Ich denke, wir haben schon das Recht, zu erfahren, in welchem Ausmaß die Kriminialität unter Asyslbewerbern verbreitet ist. Mich persönlich würden vor allem Gewaltdelikte interessieren. Haben Sie möglicherweise einen Quellennachweis, über nicht "frisierte" Statistiken? Und nein, es ist keine Ironie. Mich würde dieser Sachverhalt .....

Nudlsupp melden

tatsächlich interessieren, um an einer objektivierten Diskussion teilnehmen zu können. Wären Sie so freundlich mir hier eine Unterstützung zukommen zu lassen?

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Nudlsupp, lesen Sie Zeitungen und lesen Sie auch Internationale? Fast jede Nachricht berichtet von Ausländern die Probleme machen, reicht ihnen das immer noch nicht? Was muss den noch passieren?

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Ja klar. Und das weltweit. Meine Frage war aber, ob es möglich ist, Zugang zu konkreten Informationen zu bekommen, damit man diese Diskussion objektivieren kann. Ich kann an dieser Frage jetzt nichts Schlimmes erkennen. Informationen die mir zugänglich sind, lassen bspw darauf schließen, daß über 1 Million Syrer in Deutschland sind, ob das stimmt, weiß ich nicht ....

Nudlsupp melden

und jetzt würde mich schlichtweg einfach interessieren, wieviele Syrer tatsächlich bspw. in Gewaltverbrechen verwickelt sind. Einfach damit ich für mich anhand plausibler Zahlen sehe, wie sich das verhält. Das müsste ja auch irgendwie in Ihrem Interesse sein, wenn Sie dieses Problem auch so beschäftigt. Und da helfen uns Binsenweisheiten halt nicht unbedingt weiter.

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Ich weiß was sie meinen, ich kann ihnen aber versichern, dass auch parlamentarische Anfragen nicht genau sind, da auch diese Zahlen verschönert werden, bewusst oder unbewusst egal. Am Ende weiß nicht mal die Regierung selbst wie viele illegal in Österreich sind. Die EU hat hier kläglich versagt. Selbst Kriegsflüchtlinge müssen wie alle anderen behandelt werden. Die Grünen erschweren dazu jede

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Abschiebung und stellen mit RA Anträge die die Verwaltung bereits enorm belasten. Auch hier bedarf es an starken Regeln da die Gastfreundschaft enorm ausgenutzt wird.

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mach die Zeitung auf und das erste was ich lese: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/murtal/5057126/Judenburg_Maedchen-in-Freibad-belaestigt

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