Zürich von

Wiener Sprayer Puber
beschäftigt Schweizer Justiz

Graffiti-"Künstler" sitzt noch in U-Haft - Untersuchungen bis nach Zürich ausgeweitet

Graffiti von Sprayer Puber © Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

Die Verhaftung des Graffiti-"Künstlers" Puber hat für große Aufmerksamkeit gesorgt. Während der vermeintliche Verantwortliche für zahlreiche Puber-Schriftzüge auf den Wänden Wiener Gebäude in U-Haft sitzt, hat sich nun die Züricher Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

"Wir haben den Kontakt zu den österreichischen Behörden hergestellt und warten nun auf Antwort", erklärte der Züricher Staatsanwaltschaft Urs Lechner im Gespräch mit dem "Tages-Anzeiger". Der Inhalt des Rechtshilfeansuchens bleibt aus ermittlungstechnischen Gründen geheim.

Laut der Zeitung hatte der 29-jährige Schweizer vor seinem Umzug nach Wien mehrere Jahre in Zürich gesprayt und einen Schaden um "einen sechstelligen Frankenbetrag" angerichtet. In Wien muss Puber für Schäden im Wert von über 50.000 Euro geradestehen. Sollte die Schweizer Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Antrag gestellt haben, könnten die Züricher Delikte in Wien mitverhandelt werden. Es drohen fünf Jahre bedingte Haft.

Puber Grafittis
© APA/HELMUT FOHRINGER Eine Auswahl der Puber-Werke

Grafologische Ermittlungen und Solidarität

Der Graffiti-"Artist" wurde am 6. März verhaftet, drei Tage später wurde über ihn die U-Haft verhängt. Aktuell wird auf das grafologische Gutachten gewartet, dass beweisen soll, dass zumindest einige der vielen Schriftzüge vom Verdächtigen stammen. Grundlage ist ein Graffiti auf einem Wiener Cafe im Bezirk Neubau, das am 30. August 2013 angefertigt wurde. Damals ließ sich Puber auf frischer Tat ertappen.

Derweilen hat sich eine Solidaritätsbewegung für Puber und andere inhaftierte Sprayer gebildet, die unter anderem Konzerte veranstaltet. "Es ist uns seit Jahren keine so ekelhafte, faschistoide und menschenfeindliche Hetzjagd auf einen Straßenkünstler bekannt", ist einer Erklärung zu entnehmen. Puber selbst ist nicht geständig.

Kommentare

wintersun melden

Naja, Graffiti mag teilweise sicher triste und fade Wände aufpeppen, und einige mögen es als Teil ihrer urbanen Lebenskultur begreifen.
Aber trotzdem ist es nicht in Ordnung private Wände nach eigenen Vorstellungen zu besprühen - das muss man finde ich ganz klar sagen.

Über geeignete öffentliche Objekte könnte man imho durchaus eine Diskussion führen (falls es sowas nicht bereits gibt), immerhin kann schönes Graffiti durchaus künstlerisch wertvoll sein.

"...faschistoide und menschenfeindliche Hetzjagd auf einen Straßenkünstler..."
Das ist doch wohl ein schlechter Scherz oder?
Der Typ verunstaltet Hauswände die jemandem gehören der auch nur normal arbeiten geht und sich sowas nicht auf seiner Hauswand wünscht.

Wer gibt dieser Pfeife das Recht dem seine Wand zu verunstalten?
Und die reden von einer "faschistoiden Verfolgung"?
Das sind wohl wieder die gleichen Personen welche überall sofort im Chor "Faschismus" brüllen, genauso wie wenn ein Rechter alles auf die Ausländer schiebt. So ein Schmarrn!

strizzi49 melden

Es passiert nicht oft, aber diesmal sprechen sie mir aus der Seele! Ich würde diese Typen Teeren und Federn und sie danach als unser "Kunstwerk" durch die Strassen jagen! :-)))

Urlauber2620
Urlauber2620 melden

Diese Schmiererei als Kunst zu bezeichnen ist wohl ein Hohn. Ich möchte mal diese Kunstexperten hören wenn jemand sein Eigentum beschmiert.

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