"Sprachrohr Europas" im UN-Sicherheitsrat:
Ferrero-Waldner freut sich 'außerordentlich'

Wahl für Ferrero "eine Anerkennung Österreichs" SPÖ-Bayr: Für Westsahara-Referendum einsetzen

"Sprachrohr Europas" im UN-Sicherheitsrat:
Ferrero-Waldner freut sich 'außerordentlich' © Bild: Reuters/Herman

Der Einzug Österreichs als nichtständiges Mitglied in den UNO-Sicherheitsrat freue sie "außerordentlich", gratulierte EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner ihrer Heimat laut Aussendung. Die Wahl sei eine Anerkennung Österreichs als Staat, der einen der vier UNO-Sitze beherbergt (die anderen sind New York, Genf und Nairobi, Anm.), und als wichtige beitragende Nation zu den UNO-Friedensmissionen. Österreich werde nun auch im Weltsicherheitsrat "Sprachrohr Europas in die internationale Gemeinschaft sein", wie Ferrero-Waldner sagte.

Aus der SPÖ zeigte sich Entwicklungssprecherin Petra Bayr erfreut über das positive Abstimmungsergebnis. Sie forderte zugleich die Vereinten Nationen und den Sicherheitsrat auf, Schritte für das "längst überfällige" Referendum für die von Marokko besetzte Westsahara zu setzen. Sie sei zuversichtlich, "dass Österreich seinen Beitrag dazu leisten wird und so den historischen Erfolg einer friedlichen Lösung für eine mitgetragen haben wird". Obwohl die Saharauis trotz Repressionen bisher Geduld gezeigt hätten, sei andernfalls zu befürchten, dass sich die nächste Generation "mit drastischeren Mitteln zur Wehr setzen" könnte, meinte Bayr, die im Sommer 2007 in die Krisenregion gereist war.

(apa/red)