Sportschießen von

Schützen wollen ihre Pillen

Olympia: Australiens Sportschützen protestieren gegen das Verbot von Schlaftabletten

Sportschießen - Schützen wollen ihre Pillen © Bild: Getty Images/Rojo

Das Schlaftabletten-Verbot für die Spiele in London sorgt im australischen Olympia-Team für Ärger. Russell Mark, Olympiasieger von 1996 im Doppeltrap, rechnet mit einem klaren Wettbewerbsnachteil. "Das wird Einfluss auf die Zahl der Medaillen haben, die wir gewinnen", sagte Mark, der an seinen sechsten Spielen teilnimmt, dem Radiosender ABC. "Wenn ich nicht gut schlafe, macht es überhaupt keinen Sinn. Ich brauche etwas, um acht Stunden Schlaf zu bekommen."

Auch andere Athleten haben angekündigt, protestieren zu wollen. Vor allem der Jetlag nach der langen Reise von Australien nach England mache den Sportlern zu schaffen. "Wenn mir John Coates sagt, dass ich nur für drei Nächte Schlaftabletten nehmen kann, dann wird das Einfluss auf meine Leistung haben." Coates, Chef des Nationalen Olympischen Komitees von Australien (AOC), hatte den Mitgliedern des Olympia-Teams am Dienstag verboten, während der Spiele in London starke Schlafmittel zu nehmen.

Grund für das Verbot ist die Aussage des ehemaligen Schwimm-Olympiasiegers Grant Hackett, wonach er abhängig von einem bestimmten Medikament sei. Dieses Mittel dürfen die Athleten nun in London nicht mehr nutzen. Mark gab an, in seiner gesamten Karriere ebenfalls Schlafmittel genommen zu haben. Er habe damit aber nie Probleme gehabt. Das betroffene Medikament ist von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nicht verboten.