Sportler-Gala von

ÖSV-Spitze kritisiert die
"Sportler des Jahres"-Wahl

Nicht der Preisträger, sondern dessen Abwesenheit sorgen im Skiverband für Unmut

David Alaba bei der Gala-Nacht des Sports © Bild: GEPA pictures/ Christian Walgram

Die Wahl von David Alaba zu Österreichs Sportler des Jahres 2014 ist auch Tage nach der Wahl Thema in der Sportwelt. Nachdem anfänglich der Verdienst des Mannschaftssportlers vom FC Bayern in Frage gestellt wurde, ist nun seine Abwesenheit zentraler Kritikpunkt. Vor allem im Verband der leer ausgegangenen Skifahrer macht sich Unmut breit.

"Ja, ich gebe zu, ich bin ziemlich angefressen", richtete ÖSV-Sportdirektor Hans Pum schon kurz nach der Gala-Nacht der "Kronen Zeitung" aus und kritisierte das Fernbleiben von Gewinner David Alaba. "Von uns braucht keiner mehr kommen. Wie man sieht, klappt das bestens mit der Video-Konferenz", stieß Peter Schröcksnadel ins selbe Horn.

Peter Schröcksnadel mit Annemarie Moser-Pröll
© GEPA pictures/ Michael Riedler Peter Schröcksnadel bei der Sportler-Gala

Die Kritik des ÖSV-Präsidenten richtete sich dabei weniger an Alaba selbst oder seinen Arbeitgeber aus München sondern an die Veranstalter, die ein Erscheinen des Preisträgers nicht garantieren konnten. "Wenn der Sieger zum zweiten Mal nicht vor Ort ist, schadet dies dem Stellenwert der Veranstaltung enorm", so Schröcksnadel gegenüber der "Tiroler Tageszeitung". Der Ärger des obersten Ski-Funktionärs im Lande geht sogar so weit, dass er erklärte: "Wer künftig nicht kommt, soll auch keinen Preis kriegen." Einzige Ausnahmen: "Krankheit oder Wettkampf".

ÖSV "wichtiger" als Bayern München

Beides war bei Alaba nicht der Fall, dennoch war seine Anwesenheit in Wien unmöglich. "Wir haben wirklich alles unternommen, dass David nach Wien kommt. Aber zwischen dem Cupspiel am Mittwoch und dem Schlager am Samstag gegen Dortmund war bei Bayern München nichts zu machen", versicherte Anton Schutti, Geschäftsführer der Österreichischen Sporthilfe.

Dass kein anderer Termin gefunden werden konnte, liegt im Übrigen - und das ist die Ironie des Ganzen - an der Favoritenstellung der Skifahrer. Schutti: "Wir richten uns nicht an Bayern München, sondern am Österreichischen Skiverband." Ob das die Herren Schröcksnadel und Pum besänftigen kann, sei dahingestellt.

"Wie ein schlechter Schmäh"

Matthias Mayer äußerte in "Sport am Sonntag" ebenso Unverständnis über die Sportler-Wahl, hatte aber nicht die Veranstalter oder gar Alaba ("Ich bin ein riesiger Fan") im Visier, sondern die Moderation. "Wir durften da wie Schulburschen dastehen, mussten uns hinsetzen - das hat mir nicht gefallen. Das war wie ein schlechter Schmäh", gestand der Abfahrts-Olympiasieger.

Alaba hätte den Preis verdient, ebenso aber seine Kollegen vom ÖSV oder er selbst. Mayers abschließende Frage deshalb: "Wir haben alles Wichtige gewonnen – was sollen wir in den nächsten Jahren noch gewinnen, um den Sportler des Jahres zu stellen?"

Kommentare

Dantine melden

Die sollen sich nicht künstlich aufregen - heimsen ohnehin fast jeden Preis ein! Und zwischen 2 Spielen machen halt die Bayern ernst! Ich möchte einen Schifahrer anschauen, der extra 400 km fährt, wenn er 2 Tage später einen Wettkampf hat!
Also bitte leise treten und den Ball flach halten! Ist halt einmal ein Füssballer und keion Schifahrer geworden! Wen geht das was an?

11223344 melden

warum fahren??? gibt es für fussballer keine flieger? aber was kann man schon von einem fussballer erwarten ausser fehlschläge und jammern

Warum brauchen wir grad diesen Alaba. Es gibt bei uns genug Sportler die so eine Ehre verdienen. Fragt sich wer diesen Typen wohl wählt. Und wenn ich dann sehe das er nicht mal die Hymne bei einem Länderspiel singen kann , dann fragt man sich wie viel Österreich diesen Sportlern wert ist. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Durch sein zweitmaliges Fernbleiben bei der Sportlerwahl, kann die Wertschätzung dieser Veranstaltung bei Alaba nicht allzu hoch sein. Er verliert dadurch sicherlich viel Sympathie. Seine Wahl geht in Ordnung, obwohl Einzelsportler mehr leisten müssen. Aber die Schiläufer sind in dieser Weise eben verwöhnt.

Oliver M. melden

ÖSV ist schlechter Verlierer ... ABER: Warum Alaba in München sitzt, statt mit dem Flieger 35 min nach Wien zu fliegen, versteht wohl auch keiner. Und dass Alaba dann keinen einzigen ganzen Satz dazu sagen kann, ist ein echtes Armutzeugnis ... Hirscher hätte es auch nicht ganz verdient, da er nur Weltcupsieger durch Svindals Verletzung wurde. Da wäre also viel zu sagen, rund um diese Wahl ...

11223344 melden

ganz verstehst die welt sicher net oder? nur weil der svindal verletzt war???? da kann man ja jeden titel abhacken und sagen, naja da war der oder die net am start usw. so einen blödsinn habe ich schon lange net gelesen .....

mirucki melden

diverse herren vom schiverband können sich anscheinend nicht erinnern, daß auch THOMAS VANEK , als er sportler des jahres wurde nicht anwesend war. damals hat sich niemand aufgeregt und ich glaube daß ein drittel der österreicher nicht einmal weis wer THOMAS VANEK ist, aber DAVID ALABA kennen alle.

11223344 melden

nur hätte der vanek übern atlantik jetten müssen, und dass kann man niemanden zumuten

Diese Überheblichkeit der ÖSV-Funktionäre (allen voran ein gewisser Hans Pum....) ist nicht mehr zu überbieten..!!!

Gott sei Dank gewinnen manchmal auch andere Sportarten und nicht immer nur "unsere Schihelden". Vielleicht ist Herrn Schröcksnadel nicht bewußt, dass es außer "Schifoan" auch noch was Anderes gibt. ÖSV = schlechter Verlierer

Zwiegespraech

Herr Schröcksnadel ich schlage vor die Veranstaltung in den Dezember oder Jannuar zu verschieben, da hat Alaba sicher Zeit zu kommen.

Was ist los mit den Schifahrern ??? Man muß
auch in Ehren verlieren können !!!

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