Sport von

Marcel Koller braucht keine Hilfe

NEWS-Sportchef Tino Teller über die Reaktion des ÖFB auf die Scharner-Krise

Sport - Marcel Koller braucht keine Hilfe © Bild: NEWS/Ricardo Herrgott

Natürlich freuen wir uns über den Coup meiner Kollegin Nina Strasser. Das Interview mit Teamrebell Paul Scharner ist nach wie vor das Gesprächsthema Nummer eins in der Fußball-Szene – und darüber hinaus. Weniger erfreulich ist jedoch die Reaktion des Fußballverbandes.

Ohne Not verhängt das ÖFBPräsidium über Scharner eine "lebenslange Sperre" für das Nationalteam. Als ob die klare Aussage von Teamchef Marcel Koller, dass er den exzentrischen HSV-Profi und langjährigen England-Legionär nie wieder ins Team einberufen werde, nicht genügt.

Auch wenn’s gut gemeint war: Mit einem solchen Beschluss bewirken die ÖFB-Oberen das genaue Gegenteil von dem, was sie mit diesem "Lebenslang" bewirken wollten. Jetzt steht der Schweizer da wie einer, dessen klare Worte für den ÖFB zu wenig Gewicht haben. Und der als ausgewiesener Fußballfachmann Rückenstärkung von Funktionären benötigt.

Das mit dem "Rückenstärken" hat hierzulande Tradition. Und ist der erste Schritt, um jemanden loszuwerden.

Kommentare