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Der Austro-Anteil am Doppeltitel

Gerhard Berger über den österreichischen Beitrag zum Formel-1-Erfolg

Sport - Der Austro-Anteil am Doppeltitel © Bild: APA/Pessenlehner

Natürlich seh ich den Doppelweltmeistertitel von Red Bull Racing als rot-weiß-roten Erfolg. Das Team wird von einem österreichischen Unternehmen finanziert und gesteuert. Finanzieren tun andere F1-Rennställe auch, aber Didi Mateschitz hat die richtigen Leute punktgenau an die richtigen Stellen gesetzt.

Kein Wunder, dass sich die Konkurrenz schon beschwert, dass ein Limonadenhersteller ihnen, den Autogiganten, um die Ohren fährt. Didi ist aber weit mehr als ein Limonadenhersteller und hat bewiesen, dass er auch die Autokonzerne in ihrer Kerndisziplin zu schlagen imstande ist. Und Helmut Marko hat im Hintergrund die Fäden gezogen.

Und zwar einfach perfekt, denn sonst würde Red Bull nicht dort stehen, wo sie jetzt sind – ganz oben. Mein größter Beitrag, in aller Bescheidenheit, ist, dass ich 1985/86 mit meiner Leistung auf der Rennstrecke einen Teil dazu beigetragen habe, Didi Mateschitz langfristig für den Motorsport zu begeistern. Und ihn mit überzeugt habe, den Motorsport als Marketingplattform zu nutzen.