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Bundesliga-Fußball im Dorf

Michael Kuhn über das Problem von halb leeren Sportplätzen im Oberhaus

Sport - Bundesliga-Fußball im Dorf © Bild: GEPA/Osterauer

Wie Rapid und Sturm könnte auch der populäre LASK Stadien füllen. 1965 schrieb er Geschichte, als er als Sensationsmeister die vermeintlich übermächtigen Wiener demütigte. Jetzt kämpft der LASK um seinen Existenz und muss zuschauen, wie der Dorffußball unsere Eliteliga aufmischt.

Heuer eben Wolfsberg (WAC) statt Kapfenberg. Von neuen Landeshauptstädten riechen nur vier in die Bundesliga hinein: Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck. Beschämend. Solange unser Spitzenfußball auf halb leeren Sportplätzen zuhause ist, nicht in modernen Stadien, solange die TV-Kameras Bilder herumlümmelnder Fans und rostiger Zäune zeigen (müssen), wird die Liga dahindümpeln.

Natürlich ist und bleibt das einzige Kriterium des Aufstiegs in eine höhere Spielklasse der Erfolg. Hochachtung daher vor Ried, Mattersburg, Wolfsberg. Die Fußballfunktionäre dort sind tüchtiger als ihre Kollegen in den Großstädten. Schuld an der Liga, wie sie sich darstellt, sind die erfolgreichen Kleinen, sondern unfähige Große.