SPÖ reißt Thema Frauenbeschäftigung an: Hälfte der Bevölkerung weiter benachteiligt

Silhavy und Frauenberger präsentierten ihre Bilanz Neue Frauenministerin positioniert sich im Wahlkampf

SPÖ reißt Thema Frauenbeschäftigung an: Hälfte der Bevölkerung weiter benachteiligt © Bild: APA/Neumüller

Die SPÖ hat im langsam anrollenden Wahlkampf das Thema Frauenbeschäftigung angerissen. Den Beginn machten die erst seit kurzem amtierende Frauenministerin Heidrun Silhavy und die Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger. Sie präsentierten im "Wiener Arbeitnehmer Förderungsfonds" (waff) die Errungenschaften in der Frauenbeschäftigung der letzten Legislaturperiode auf bundes- wie kommunalpolitischer Ebene.

"Es ist wichtig, über Beschäftigung zu persönlicher und finanzieller Unabhängigkeit zu kommen", eröffnete Silhavy die vorgezogene Bilanz ihres Ministeriums vor der Neuwahl. Noch immer würden Frauen am Arbeitsmarkt benachteiligt, besonders schwer hätten es Berufseinsteigerinnen, Wiedereinsteigerinnen und Frauen mit Migrationshintergrund. Auch bestehende Qualifikationen seien nach einer eingelegten Pause nicht mehr aktuell.

Dass in dieser Regierungsperiode zahlreiche Antworten auf diese Fragen gegeben worden seien, verheimlichte Silhavy nicht. Jugendbeschäftigungspaket, Lehrlingsoffensive, Mehrarbeitszuschlag, flexibles Kinderbetreuungsgeld und Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, die schrittweise Einführung des Mindestlohns sowie eine frauengerechtere Aufteilung der Fördermittel des AMS - diese Maßnahmen würden sich auch in den aktuellen Arbeitsmarktdaten widerspiegeln.

"Es braucht auf bundespolitische Errungenschaften kommunalpolitische Antworten", übernahm Frauenberger den Ball von der Ministerin und betonte die Einzigartigkeit des waff. Die Bilanz auf der Wiener Seite: Etwa das "Karenz-Karriere-Kompetenz-Zentrum" (K3) sowie die Programme "Nova" für Wiedereinsteigerinnen und "FRECH - Frauen ergreifen Chancen". "Qualifizierung ist das beste Mittel gegen Arbeitslosigkeit", so Frauenberger, die auch zu dem Schluss kommt: "Bildung darf kein Luxus sein".

(apa/red)