SPÖ-Gschwentner will neun Mandate halten:
Vorsichtige Äußerung zu Koalitionsvarianten

Unterstützung von Dinkhäuser eher unwahrscheinlich SP-Spitzenkandidat: 'Viel Aufklärungsarbeit zu leisten'

SPÖ-Gschwentner will neun Mandate halten:
Vorsichtige Äußerung zu Koalitionsvarianten © Bild: APA/SPÖ

Der Tiroler SP-Chef, LHStv. Hannes Gschwentner gilt als überzeugter Befürworter einer Regierungsbeteiligung seiner Partei, was ihm wiederholt den Vorwurf der "Ministrantentätigkeit" für die ÖVP eintrug. Der 50-jährige Ex-Polizist kommt aus der Kommunalpolitik und saß 1999 erstmals im Landtag.

Zu den Kritikern von Gschwentners Regierungspolitik zählen vor allem Jusos und Gewerkschafter. Mit den SP-Gewerkschaftern gab es zuletzt um die Listenerstellung für die Landtagswahl 2008 einen heftigen Konflikt, ÖGB-Chef Franz Reiter warf nach Rückreihung auf einen aussichtslosen Platz das Handtuch.

Gschwentner startete seine politische Karriere im Unterinntaler Kundl, wo er schließlich auch Bürgermeister war. 1986 war er in den Gemeinderat eingezogen. 2002 trat er nach heftiger Kritik am damaligen SP-Chef Herbert Prock dessen Nachfolge an der Spitze der Tiroler SPÖ an. Zwischen 1999 und 2002 war er Abgeordneter im Landtag.

Geboren wurde Gschwentner am 29. Juli 1957 in Kundl. Der frühere Sicherheitswachebeamte war mehrere Jahre Amtsleiter in der Marktgemeinde Rum bei Innsbruck. Nach der Volksschule und dem Besuch der Realgymnasien in Kufstein und Wörgl maturierte er 1976 in Wörgl. Er hat zwei Söhne und lebt in einer Partnerschaft. (apa/red)