Personalia von

Totalrückzug von
Kern aus der Politik

"Für mich ein Schlussstrich als Berufspolitiker", sagte der ehemalige SPÖ-Chef

Der bisherige SPÖ-Chef Christian Kern tritt bei der EU-Wahl am 26. Mai nicht als Spitzenkandidat seiner Partei an. Kern gab im Rahmen einer Erklärung Samstagmittag sogar seinen endgültigen Rückzug aus allen Parteifunktionen bekannt. "Für mich ist das ein Schlussstrich als Berufspolitiker", sagte Kern.

Nicht kommentieren wollte der frühere Bundeskanzler Spekulationen, dass Andreas Schieder stattdessen SPÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl am 26. Mai werden könnte. Seinen Rückzug begründete Kern damit, dass er sich auch nach dem angekündigten Wechsel in die EU-Politik der innenpolitischen Debatte nicht entziehen konnte und dass die Diskussion um seine Person den Start der neuen Parteiführung überlagert habe. Daher werde er mit dem folgenden Parteitag alle Funktionen zur Verfügung stellen.

Kern betonte einmal mehr, die kommende Europawahl als "Schlacht der Schlachten um die Zukunft unseres Kontinents" zu sehen. Es gehe darum, eine Allianz von rechtskonservativen und rechtsextremen Parteien zu verhindern. Er habe aber erfahren müssen, "dass es als ehemaliger Regierungschef nicht möglich ist, die innenpolitische Bühne zu verlassen", meinte Kern. Damit habe er der Diskussion um Europa nicht mehr Gewicht geben können, sondern eine Fortsetzung des "innenpolitischen Klein-Kleins" erlebt.

Chaotischer Abgang

Kern hatte am 18. September seinen Rücktritt als SPÖ-Chef angekündigt, nach einer mehrstündigen Schrecksekunde für die Partei aber angefügt, dass er bei der EU-Wahl als Spitzenkandidat für die SPÖ antreten werde und darüber hinaus auch eine europaweite Spitzenkandidatur für die Sozialdemokraten anstrebe. Die SPÖ-Parteigremien hatten Kern darauf hin bereits als Spitzenkandidat abgesegnet.

Nachdem Pamela Rendi-Wagner in der vergangenen Woche die Führung der Partei übernommen hat, wurden SPÖ-intern aber Rufe lauter, die sich wegen des chaotischen Abgang Kerns gegen dessen Spitzenkandidatur aussprachen. Als möglicher neuer Spitzenkandidat wurde der bisherige Klubobmann Andreas Schieder gehandelt, der auch schon Interesse an einem Wechsel nach Brüssel bekundet hatte und von der Wiener SPÖ auf deren Kandidatenliste für die EU-Wahl gesetzt worden war.

Kommentare

strizzi1949

Ich war nie ein Kern-Fan, aber jetzt habe ich eine gewisse Hochachtung vor ihm, dass er dieser Chaotenpartei alles hinschmeißt! Arme Rendi-Wagner!

Wie wärs einmal seine Leistungen aufzuzählen für uns Österreicher??? Da kommt man über 1 Zeile nicht hinaus! Die Leistung für den Bürger zählt und nicht die Partei!!! Armes Österreich!

Roland Mösl

Seit Jahrzehnten wird in der Politik eine negative Auswahl getroffen. Bei der Personalauswahl würde jede Firma Pleite gehen, würde so wie in der Politik vorgegangen werden.
An diesem nicht richtig einschätzen, wie abartig die Politik ist, sind Frank Stronach und Kern gescheitert.

Rigi9 melden

Höchste Zeit!! Unbrauchbar für unser Land!!! Wurde auch nicht gewählt!!! Fette Pension wird es aber schon geben, wird nicht verhungern und bald wieder einen gut bezahlten Job untergeschoben werden!

SuperSepp melden

Als Politker passt er Ihnen nicht. Als Pensionist passt er Ihnen nicht. Wenn er einen andreren Job findet, passt es Ihnen nicht. Was waere denn Ihre Vorstellung? Suizid aller, die nicht Ihrer politischen Anschauung folgen? Diffamieren und ausmerzen? Sind wir im dritten Lager nach wie vor in dieser Zeit?

Seite 1 von 1