Splitternackte Frau tanzt nachts in Kirchen: Linzerin dürfte unter religiösem Wahn leiden

Obdachlose versteckt sich abends in Gotteshäusern Exekutive machtlos: 'Kein strafrechtlicher Tatbestand'

Eine Frau, die nachts splitternackt in Kirchen tanzt, beschäftigt seit Monaten die Polizei und Pfarrer in Linz. Die 48-jährige dürfte unter einem religiösen Verfolgungswahn leiden. Die Obdachlose versteckt sich in den Gotteshäusern und wartet bis sie am Abend zugesperrt werden. Dann zieht sie sich nackt aus und beginnt, in der Kirche zu tanzen.

Einen Organisten, der die Frau bei ihrem nächtlichen Treiben überraschte, soll sie so verschreckt haben, dass der Mann die Flucht ergriff, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten".

Die Exekutive hat wenig Handhabe gegen die Frau, da es "eigentlich keinen strafrechtlichen Tatbestand" gibt. "Meist erfahren wir das nur, wenn der Einbruchsalarm ausgelöst wird", sagte Alexander Niederwimmer von der Linzer Polizei zur APA. Die Frau sei namentlich bekannt und bereits mehrmals in psychiatrischer Behandlung gewesen. Sie halte sich auch tagsüber gerne im Umkreis von Kirchen auf und betreibe ihr seltsames Hobby bereits seit mindestens einem Jahr, so Niederwimmer.

Die Verantwortlichen der Linzer Kirchen haben vorerst mit verstärkten Kontrollgängen auf die Vorfälle reagiert. Beichtstühle und Nischen werden allabendlich genau unter die Lupe genommen. Bei der Diözese herrscht angesichts der Vorfälle Gelassenheit. "Solche Sachen müssen wir ertragen", wird der Leiter des Kommunikationsbüros, Ferdinand Kaineder, in dem Zeitungsartikel zitiert: "Wir sind noch nicht im Himmel." (apa/red)