Spionage-Festnahmen erzürnen Putin:
"Die stecken einfach Leute ins Gefängnis"

Russen-Premier schließt Konsequenzen nicht aus FBI nahm elf mutmaßliche russische Spione fest

Spionage-Festnahmen erzürnen Putin:
"Die stecken einfach Leute ins Gefängnis" © Bild: Reuters

Nach der Festnahme von elf mutmaßlichen russischen Spionen in den USA und auf Zypern hat der russische Regierungschef Wladimir Putin das Verhalten der US-Behörden scharf kritisiert. Die US-Bundespolizei FBI habe sich "gehen lassen", schimpfte Putin bei einem Treffen mit dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton nahe Moskau. "Die stecken einfach Leute ins Gefängnis."

Putin schloss einen Rückschlag im zuletzt positiven bilateralen Verhältnis nicht aus. Zum Glück gebe es viele Menschen wie Clinton, denen gute russisch-amerikanische Beziehungen viel wert seien, sagte der Ex-Präsident und frühere Geheimdienstler Putin nach Angaben der Agentur Interfax.

Das Außenministerium in Moskau bestätigte unterdessen, dass unter den Festgenommenen russische Staatsbürger sind. "Sie haben (aber) keine Handlungen begangen, die sich gegen die Interessen der USA richten", teilte das Außenamt auf seiner Internetseite mit. Russland gehe davon aus, dass die US-Administration ihnen den Kontakt zu russischen Konsularmitarbeitern, Anwälten und Diplomaten gewähren werde.

(apa/red)

Kommentare

Putin ist entzürnt Immer wieder erstaunlich, dass gerade diejenigen die keine Skrupel haben jemanden verschwinden zu lassen sich darüber empören, wenn in anderen Ländern offiziell vorgegangen wird. Es werden ihn wohl weniger diese Menschen interessieren als der Umstand beim Spionieren \'erwischt\' worden zu sein.

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