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Spielberg rüstet sich für
großes Formel-1-Comeback

Arbeiten am Red Bull Ring laufen auf Hochtouren - 80.000 Zuseher am Renntag

  • Bulle von vorne am Red Bull Ring
    Bild 1 von 20 © Bild: APA/HARALD SCHNEIDER

    Impressionen vom Red Bull Ring

    Noch etwas mehr als drei Monate, bis er wieder startet: Der Große Preis von Österreich.

  • Luftaufnahme Red Bull Ring
    Bild 2 von 20 © Bild: APA/ROBERT JAEGER

    Impressionen vom Red Bull Ring

    An der Rennstrecke in Spielberg wird bis zum 22. Juni noch auf Hochtouren gearbeitet.

Statt Motorengeheule sind derzeit noch die Motorsägen am Red Bull Ring in Spielberg zu hören. Im Schichtbetrieb wird an den Tribünen sowie am "Partnergebäude" entlang der Start-Ziel-Geraden gearbeitet. Ein Skelett aus Beton und Stahl lässt drei Monate vor dem Grand Prix einen überdimensionalen Heckflügel erkennen. Er könnte - mit Glas verkleidet - die 500 erwarteten Journalisten beherbergen.

Beim Lokalaugenschein der APA im obersteirischen Murtal waren die Zeichen für den bevorstehenden Österreich-GP schon bei der Zufahrt zu erkennen: Kassen-Container und Tribünenteile liegen aneinandergereiht entlang der Landesstraße. Sobald die Einfahrt zum Ring erreicht ist, wird klar, dass für die Formel 1 noch einmal kräftig zugebaut wird. Die Konstruktion des mehrere Stockwerke hohen Heckflügels erhebt sich über die ebenfalls neu errichteten Tribünenränge. Letztere erstrecken sich über eine Länge von mehreren Hundert Metern.

Ausgebaut wurde auch das innerhalb des Rings liegende Hauptgebäude mit der sogenannten Bull's Lane: In ihm befinden sich neben der Rennleitung und den VIP-Lounges auch die um vier neue Boxen erweiterte Boxengasse und das Medical Center. Am Dach des Hauptgebäudes soll während des Rennwochenendes der exklusive "Formula One Paddock Club" seine Zelte aufschlagen. Dafür sind noch Tickets ab 3.450 US-Dollar (2.481,66 Euro) zu haben.

Boxengasse am Red Bull Ring
© APA/HELMUT FOHRINGER Die Boxengasse wierd erweitert

Ebenfalls noch in Bau sind die neue Umfahrungsstraße zum Schönberg sowie die Standplätze für mobile Tribünen. An der Strecke selbst werden Randsteine nachgemalt, Kunstrasenstreifen eingesetzt und Reifenstapel hinter Verkleidungen in den Red-Bull-Farben blau und silber versteckt. Auf den neu gebauten Tribünen entlang der Start-Ziel-Geraden fehlen großteils nur noch die Sitzschalen.

Beeindruckende Perspektiven garantiert

Dass man rechtzeitig fertig wird, bezweifelt niemand am Ring. Mit einem milden Winter habe man außerdem Glück gehabt. Die Generalprobe für die Neubauten soll von 6. bis 8. Juni mit dem ADAC-GT-Masters über die Bühne gehen. Beim Grand Prix am 22. Juni will man am Ring das "modernste Mediacenter der Formel 1" zur Verfügung stellen. Sollte es tatsächlich im "Flügelgeschoß" des Partnergebäudes installiert werden, wäre ein Blick über beinahe die gesamte Strecke garantiert.

Parallel zu den Bauarbeiten feilt der GP-Veranstalter, die Projekt Spielberg GmbH, am Event- und Verkehrskonzept - in Kooperation mit den Behörden und dem Tourismusverband. Mehr als 80.000 Besucher werden alleine am Renntag erwartet. Sie sollen nach Möglichkeit "mit allem, nur nicht mit dem Auto kommen", um einen Verkehrskollaps zu verhindern. Teil des Konzepts dürfte etwa die Reaktivierung der ÖBB-Zughaltestelle Spielberg sein.

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