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"Spiegel": Merkel-Vertrauter reist zu Trump-Team nach New York

Deutsches Kanzleramt will laut Bericht mehr Klarheit über künftigen außenpolitischen Kurs der USA

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel schickt ihren außenpolitischen Berater Christoph Heusgen einem Bericht des Nachrichtenmagazins "'Der Spiegel" zufolge zu Gesprächen mit dem Team des künftigen US-Präsidenten Donald Trump nach New York. In Berlin herrscht große Unsicherheit, welchen außenpolitischen Kurs die Vereinigten Staaten unter Trump einschlagen werden.

Heusgen solle sich Anfang der Woche an Ort und Stelle ein Bild machen und unter anderen Trumps designierten Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn treffen, berichtete das Nachrichtenmagazin am Samstag.

Trump hatte mit seinen Äußerungen im Wahlkampf bei den NATO-Partnern Zweifel an der Bündnistreue der Vereinigten Staaten geweckt. Zugleich äußerte er sich wohlwollend über den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bei der Besetzung von Schlüsselposten seiner künftigen Regierung ignorierte Trump bisher weitgehend das außenpolitische Establishment Washingtons, zu dem Deutschland traditionell enge Kontakte pflegt.

Der pensionierte General Flynn hat sich ebenso als Freund Russlands hervorgetan wie der designierte US-Außenminister Rex Tillerson, der bisher den Ölkonzern ExxonMobil führte. Im deutschen Kanzleramt herrscht laut "Spiegel" die Sorge, dass sich Trump mit seinem außenpolitischen Team über die gegen Russland in der Ukraine-Krise beschlossenen Sanktionen hinwegsetzen und eine gemeinsame Haltung des Westens gegenüber Moskau unmöglich machen könnte.

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