SPEZIAL: DIE AFFÄRE EUROTEAM

SPEZIAL: DIE AFFÄRE EUROTEAM

Die Euroteam-Affäre hat ein gerichtliches Nachspiel. Gegen sieben Personen wird Anklage erhoben. Laut einem Radiobericht sind unter den Angeklagten Euroteam- Geschäftsführer Lukas Stuhlpfarrer und der Sohn von Ex-Kanzler Klima, Jan Klima, der als Rechnungsprüfer tätig war. Diese Details werden durch einen im FORMAT erscheinenden Bericht erhärtet.

Der Hauptvorwurf an Euroteam: Die missbräuchliche Verwendung von Fördergeldern durch den Verein Euroteam im Zuge einer "Lehrlingsoffensive" in den Jahren 1994 bis 1999.

Laut FORMAT könnte Jan-Viktor Klima, Sohn des Ex-Kanzlers wegen falscher Zeugenaussage vor den Kadi kommen. Der Grund: Er habe den parlamentarischen Untersuchungsausschuss, mutmaßlich belogen. Klima junior war von Lukas Sthuhlpfarrer als Euroteam-Rechnungsprüfer eingesetzt worden und hatte vor dem Ausschuss behauptet, von den Vorgängen nichts gewusst und auch keinen Kontakt mehr gepflogen zu haben.

Enger Kontakt
Stuhlpfarrer behauptet das Gegenteil und blieb auch bei seiner gerichtlichen Einvernahme dabei, dass Klima Rechnungsprüfer war. "Es war ihm bewusst," diktierte Stuhlpfarrer ins Mikrofon. Mehr noch: Die beiden hätten noch länger privat miteinander verkehrt. So ist in den Protokollen festgehalten, dass Klima Stuhlpfarrers Hochzeitsfeier und Stuhlpfarrer wiederum zu Klimas Sponsion gekommen sei.

Weitere mögliche Angeklagte
Euroteam-Geschäftsführer Lukas Stuhlpfarrer selbst. Er soll für einen Schaden von rund 50 Millionen Schilling verantwortlich sein und wegen Betrugs angeklagt werden. Gemeinsam mit zwei weiteren Angestellten habe er getürkte und erhöhte Abrechnungen gelegt. Das System war einfach, wie die Wirtschaftspolizei im Auftrag von Staatsanwalt Schön herausfand: Da die Millionenprojekte jeweils von verschiedenen Auftraggebern abgewickelt wurden, konnte Stuhlpfarrer mühelos doppelte Abrechnungen für gleiche Projekte vorlegen.

Mehr über die Affäre Euroteam lesen Sie im neuen FORMAT!