Spekulationen um neue Finanzspritze: Zusätzliche 60 Mrd. Euro für Griechenland?

Pleite-Land braucht angeblich noch ein Hilfspaket Ministerin Fekter: "Totale Absage für Umschuldung"

Spekulationen um neue Finanzspritze: Zusätzliche 60 Mrd. Euro für Griechenland? © Bild: Reuters

Die Gerüchteküche um das schwer verschuldete Griechenland brodelt. Das Euro-Land kann einem Medienbericht zufolge mit zusätzlichen Hilfen von 60 Mrd. Euro rechnen. Das neue Paket werde im Juni beschlossen, berichtete die Nachrichtenagentur Dow Jones unter Berufung auf einen hochrangigen griechischen Regierungsvertreter. Ein Vertreter des Finanzministeriums wies den Bericht zurück.

Den Angaben der Agentur zufolge sollen die zusätzlichen Hilfen den Finanzierungsbedarf des Landes im kommenden Jahr in Höhe von 27 Mrd. Euro und von 2013 in Höhe von 32 Mrd. Euro decken. Griechenland werde möglicherweise Vermögenswerte in Staatsbesitz als Absicherung anbieten, hieß es.

Finanzministerin Fekter drängt Athen unterdessen zu Reformen. Einer etwaigen Umschuldung erteilte sie eine "totale Absage". "Das bringt überhaupt nichts, sonst gibt es keinen Druck für Reformen", erklärte sie. Wirtschaftsminister Mitterlehner hält von einem Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone "gar nichts". Bei der nächsten Runde im Rat der Finanzminister soll über die Situation in Griechenland beraten werden.

Nowotny gegen Schuldenschnitt
Österreichs Notenbank-Gouverneur EZB-Ratsmitglied Nowotny hatte sich zuvor gegen einen Schuldenschnitt für Griechenland ausgesprochen. Eine solche Maßnahme "würde die Krise verschärfen", sagte Nowotny am Dienstag im Ö1-"Morgenjournal". Neue Kredite müsse es für das Land nicht geben, es könnte auch der Zeitraum für Rückzahlungen erstreckt werden, hatte Nowotny zudem betont. IHS-Chef Felderer glaubt unterdessen, dass es nicht ohne teilweisen Schuldenerlass gehen wird, obwohl dies "immer die letzte Möglichkeit" sein sollte.

Griechenland steht indes vor umfangreichen Streiks am Mittwoch. Dazu haben die beiden größten Gewerkschaftsverbände des privaten (GSEE) und des staatlichen Sektors (ADEDY) aufgerufen. Protstiert wird gegen die neuen Sparpläne der sozialistischen Regierung. Vor allem Flugreisende nach Griechenland müssen mit erheblichen Behinderungen rechnen. Alle staatlichen Behörden wie Ministerien, Museen und Steuerämter sowie viele Schulen sollen geschlossen bleiben. Im Zentrum Athens und anderer Städte des Landes sind Kundgebungen geplant.

(apa/red)

Kommentare

powervomland melden

Griechen sollen eigene Schulden selbst bezahlen! Daß die Hackler die Faulpelze unterstützen, das gibts nicht einmal in Familien. Schon gar nicht in der Politik. Das Volk sieht das nicht ein und will es auch nicht. Also: Die Politiker haben den Willen des Volkes zu vollziehen, sonst wird demnächst wer anders gewählt. Nicht nur in Österreich. Die Griechen sollen sich ihre Schulden selbst bezahlen, jeder der in A, in D, in GB etc. arbeiten geht, muß selbst schauen, wie er über die Runden kommt. Und die Staatshaushalte haben genug vor der eigenen Haustüre zu kehren. Also raus mit Griechenland oder raus aus diesem Geldvernichter- und Schuldenmacherclub EU.

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Re: Griechen sollen eigene Schulden selbst bezahlen! Grundsätzlich ja. Und wenn mir jetzt noch irgendwer sagen kann, wer dann die Pleitebanken wieder rettet, außer ich Steuerzahler-Dodl, dann hätte auch ich endlich einen Helden;-)
Die Banken nach der ersten Krise an den Ohren und an die Leine zu nehmen, hat man durchwegs versäumt. Und jedes bisher denkbare Szenario, vom Ausstieg Griechenlands bis zur Umschuldung, Aufsplittung des Euro usw. bleibt finanztechnisch am Steuerzahler hängen. Und der kluge Kopf, der hier einen Ausweg zeichnen könnte, ist weit und breit noch nicht in Sicht.
Wir werden weiter zahlen, so oder so.

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Griechenland Dazu gibt es nur eine Antwort: Raus aus der EU. Das Experiment ist gescheitert. Von Beginn an weil Politiker mit falschen Karten gespielt und das Volk damit bewußt belogen haben. Im Vertragsrecht hätte eine solche betrügerische Absicht die Auflösung eines Vertrages zur Folge. Also sind wir entbunden, daher raus aus dem Geldvernichterverein.

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Re: Griechenland Bravo, dem ist nichts mehr hinzuzufügen!!!

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Re: Griechenland Jaja.. passiert aber nicht..

guzonja melden

Re: Griechenland wurde super sein, aber die EU wird es nicht erlauben :(
weil man dann Strafen bezahlen muss und wer weiß was noch passieren wurde. aber man sollte Referendum machen und die Leute fragen, was sie wollen.

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Dummköpfe "Man habe die Tiefe des Problems falsch eingeschätzt!" Mit anderen Worten ausgedrückt Griechenland hat selbst als es um Hilfe gebeten hat noch über die Größe seiner Schuldenlast gelogen, dass sich die Balken gebogen haben. Das gehört doch belohnt meine ich. Gebt ihnen noch mehr, bis sie uns alle in den Abgrund gerissen haben. Aber dann - das schwöre ich - haben unsere Politker ala Faymann, Spindelegger, Pröll und wie die Taugenichtse alle heißen, nichts mehr zu lachen. Dann sind sie nur mehr 5 Prozent-Parteien.

mfp7764 melden

Re: Dummköpfe ich hoffe bei den nächsten wahlen das sie alle eine über den schädel bekommen,dieses gesocks.

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