Spektakuläre Wende in der Buwog-Affäre:
Karl-Heinz Grasser ist jetzt Beschuldigter

FORMAT: Staatsanwaltschaft weitet Ermittlungen aus Verdacht des Amtsmissbrauchs & Geheimnisverrats

Spektakuläre Wende in der Buwog-Affäre:
Karl-Heinz Grasser ist jetzt Beschuldigter © Bild: APA/Techt

Die Buwog-Affäre rund um den Verkauf von 60.000 Bundeswohnungen im Jahr 2004 spitzt sich zu. Nach einer Serie von Zeugeneinvernahmen hat die Staatsanwaltschaft Wien ihre Ermittlungen ausgeweitet. Nun steht Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser offiziell im Visier der Anklagebehörde. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

"Karl-Heinz Grasser wird als Beschuldigter im Buwog-Verfahren geführt", bestätigt Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, gegenüber FORMAT. Die Wiener Anklagebehörde führt seit einem Monat ein Verfahren gegen Peter Hochegger und Walter Meischberger wegen Steuerhinterziehung und möglicher Untreue (Aktenzahl: 611 St 5/09g). Gemeinsam kassierten die beiden für Buwog-Lobbying-Services rund zehn Millionen Euro. Das "Erfolgshonorar" wurde zwischen 2005 und 2007 in mehreren Tranchen vom damaligen Immofinanz-Chef Karl Petrikovics bezahlt. Hochegger, Grasser und Meischberger - für alle gilt die Unschuldsvermutung - waren als Teilhaber der Beratungsgesellschaft Valora Solutions bis Mitte 2008 auch geschäftlich miteinander verbunden.

Konkret wird Karl-Heinz Grasser von den Grünen mehrerer Vergehen verdächtigt. In einer Sachverhaltsdarstellung werden dem Ex-Finanzminister Amtsmissbrauch und Geheimnisverrat sowie Wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Vergabeverfahren im Zusammenhang mit dem Buwog-Verkauf vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Wien werde diese Vorwürfe genau prüfen, so Staatsanwalt Gerhard Jarosch. Grasser hat in den vergangenen Wochen mehrfach betont, vom Buwog-Lobbying seines Trauzeugen Walter "Meischi" Meischberger nichts gewusst zu haben. Aus seiner Sicht sei der Buwog-Verkauf transparent, professionell und zum Vorteil der Republik Österreich abgewickelt worden.

Mehr dazu lesen Sie ab Freitag im FORMAT 43/2009!

Kommentare

Bitte verhindern... ... dass dieser Herr AUCH NOCH am Immobilienmarkt tätig wird. Es genügen uns schon die Herrn Petrikovics, Plech, Huber, Scheck.. und wie sie alle heißen. Der Bedarf an weiteren "Kapazundern" dieser Sorte ist jetzt wahrlich gedeckt. Sowohl flächen- als auch personalmäßig... Vielen Dank!

ENDLICH!! 5 Jahre dauert es also in Österreich bis endlich, endlich etwas gegen diesen Herrn unternommen wird. Eigentlich wären diese Schritte schon nach der Homepage-Affäre fällig gewesen. Da waren ja auch schon die "feinen" Freunde Meischi und Hochegger mit von der Partie... Alles super, alles transparent, alles Deins Karl Heinz... aber eben doch nicht ganz... ;-)

Haider und Pröllgünstling ,hat er das notwendig !!!!!!! Wenn ein Bettler zum Trog kommt ,kann ihn der Teufel nicht mehr derreiten !

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KHG ist ueberreif fuer Stein KHG
Korrupt
haltlos
gierig

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Re: KHG ist ueberreif fuer Stein er und seinesgleichen (es gibt weltweit eine menge davon) sollten, wie alle anderen kriminellen auch, unverschont zur verantwortung gezogen werden. jeder hühnerdieb kommt in u-haft, die hochlarätigen superkorrumpeln laufen fei herum und gackekn ihre unschuldsnummer heraus. die welt ist erst wieder in ordnung wenn er und seine freunderln gesiebte luft atmen. das wär der schönste tag in meinem leben...

irgendwer01 melden

Re: KHG ist ueberreif fuer Stein ab einem siebenstelligen Betrag für Betrug passiert dir nicht mehr so viel. da kannst dir gute anwälte leisten und wirtschaftsbetrug gilt ja scheinbar als kavaliersdelikt. aber wehe du klaust irgendwo 1000 Euro. 5 Jahre Häfn.

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An \"drnudo\" Weißt du, warum der KHG nicht in Haft kommt und der Hendeldieb schon? Ich sage es dir: Damit der KHG die Spuren der strafbaren Handlung (sofern eine begangen wurde) verwischen kann, bleibt er draußen, damit der Hendeldieb genau das nicht kann, wird er eingesperrt. Das ist die vielgerühmte Gleichehit vor dem Gesetz! Alles klar?

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