Spektakuläre Neuheit bei Zahnimplantaten: Kompletter Eingriff binnen einer Stunde

Kürzerer und genauerer Eingriff als bisher möglich Implantate beliebter als Prothesen oder Kronen

Spektakuläre Neuheit bei Zahnimplantaten: Kompletter Eingriff binnen einer Stunde

Ein neues Verfahren ermöglicht das Einsetzen eines Zahnimplantates innerhalb einer Stunde. Die Operation ist dabei genauer, kürzer und leichter durchzuführen als bei bisher angewandten Methoden. Bei einer Pressekonferenz wurde das Verfahren in Wien vorgestellt.

Angeboten wird das neue Verfahren von der Akademie für orale Implantologie in Wien-Alsergrund. Bei einer Live-Operation dauerte es nur knappe 15 Minuten, bevor das neue Implantat fixiert war. Die gesamte Operation dauerte nur eine Stunde. Ermöglicht wird das durch die Entwicklung von minimal-invasiven Techniken in den vergangenen Jahren.

Vorproduzieren und montieren
Ein solches System stammt vom schwedischen Nobel-Konzern. Dabei erfolgt zunächst die genaue dreidimensionale Darstellung und Vermessung des Kiefers mittels Röntgen bzw. Computertomographie. Die Daten werden nach Schweden transferiert, wo eine perfekt passende Kunststoffschiene produziert wird. Diese dient als Grundlage für die weitere Vorgehensweise.

Unblutiger Eingriff
Die Operation erfolgt dann unter lokaler Anästhesie. Dabei wird die Schiene zunächst mit einem Stift am Kiefer fixiert. Mittels Bohrungsschablonen wird das Zahnfleisch gestanzt, danach erfolgt durch das Loch das Setzen des Implantats und das Aufschrauben des für zwei bis drei Monate notwendigen provisorischen Ersatzes. Blut fließt dabei nahezu keines.

Implantat statt Prothese
Implantierte künstliche Zähne lösen immer öfter den herkömmlichen Zahnersatz ab. Bei der Wahl des Zahnersatzes vertrauen die Österreicher ihrem Arzt. Eine OGM-Studie im Auftrag von Nobel Biocare ermittelte, dass die Mehrheit (20 Prozent) der Befragten ihre Entscheidung nach den Empfehlungen eines Zahnmediziners richten würde. 18 Prozent sprachen sich in der Umfrage beim Zahnersatz für ein Dentalimplantat aus, je 17 Prozent bevorzugen Prothesen oder Kronen. (red)

Akademie für orale Implantologie